Der Weltuntergang
Wilhelm Zobl
Libretto von Peter Daniel Wolfkind nach dem gleichnamigen Schauspiel von Jura Soyfer
Mit Texten von Ariane Koch
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
DER WELTUNTERGANG ist eine Produktion im Rahmen der mit dem OPER! Award 2023 ausgezeichneten Reihe FOKUS’33 des Theater Bonn. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen.
Musikalische Leitung: Avishay Shalom | Regie: Zino Wey
12+ ca. 2 Stunden 20 Minuten inkl. PauseWährend die Himmelskörper beschließen, die Menschheit auszurotten, die sie als Plage für die Erde betrachten, bereitet sich diese ihrerseits auf das bevorstehende Ende der Welt vor … oder vielleicht auch nicht? Die Mächtigen dieser Welt bleiben in der Tat unbeeindruckt und ignorieren die Warnungen der einzigen Person, die gegen die drohende Katastrophe eine wissenschaftliche Lösung hat. Besteht da wirklich eine Gefahr? Sicher ist, dass Sie dank der eingängigen und mitreißenden Musik von Wilhelm Zobl nach der Vorstellung mit mindestens einem Ohrwurm nach Hause gehen!
Im Weltall herrscht Unruhe: Bei einem Planetenkonzil wird beschlossen, dass die Menschheit der Erde nicht guttut und diese deshalb davon »geheilt« werden soll. Ein Komet wird entsandt, um die Erde zu zerstören. Nur ein Mensch erkennt die drohende Gefahr und versucht, die Katastrophe abzuwenden, stößt dabei jedoch überall auf Widerstand und Verblendung.
Das Schauspiel des österreichisch-jüdischen Schriftstellers Jura Soyfer (1912–1938), auf dem diese Oper basiert, wurde 1936 uraufgeführt und entstand im Zeichen der heraufziehenden Katastrophe von Nationalsozialismus und Holocaust. Im Geiste des politischen Kabaretts geschrieben, inspirierte es den Komponisten Wilhelm Zobl zu seiner ersten abendfüllenden Oper, die musikalisch die Tradition der DREIGROSCHENOPER fortsetzt.
Wilhelm Zobl (1950–1991), österreichischer Pionier der elektronischen Musik und geistiger Nachfolger von Hanns Eisler, arbeitete in Wien eng mit Elfriede Jelinek zusammen und verstand seine Kunst als gesellschaftliches Engagement. Seine Oper wurde 1984 bei den Wiener Festwochen uraufgeführt und erlebt nun – 43 Jahre später – ihre deutsche Erstaufführung am Theater Bonn.
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