ECHOS
St.Gallen Dance Company (Schweiz)
Deutschlandpremiere | 11 Tänzerinnen und Tänzer | ca. 60 Minuten, keine Pause
#alpin #live-musik
Widerhall, Verbindung und Entfernung zugleich. Es trägt Stimmen durch Raum und Zeit, verstärkt Rufe oder lässt sie verhallen, schafft Nähe oder unterstreicht Stille und Isolation. Aus diesem Klang heraus entfaltet sich das Geschehen auf der Bühne: Aus allen Richtungen zieht der Klang zu uns und nimmt uns mit in eine ursprüngliche Welt, in der Rhythmus, Atem und Gemeinschaft spürbar werden – als würde sich eine elementare Kraft entfalten. In diesem Werk von Frank Fannar Pedersen und Javier Rodríguez Cobos, in dem Konzert und Tanzaufführung verschmelzen, erleben wir den Vokalisten und Musiker Christian Zehnder, der den Obertongesang revolutioniert hat, erstmals gemeinsam mit seinem Sohn, dem elektronischen Musiker und Sounddesigner Till Zehnder, mit den Tänzerinnen und Tänzern der Tanzkompanie St. Gallen auf der Bühne.
Wir alle kennen dieses Gefühl, angesichts der uns umgebenden Natur ins Staunen zu geraten – ehrfurchtsvoll und zugleich vertraut. Sie ist unser aller Zuhause und entzieht sich dennoch unserer Kontrolle und unseren Vorstellungen. Mehr als einem stringenten Narrativ folgen in ECHOS Intuition, tiefsitzende Kraft und freigesetzter Ausdruck ihrem eigenen Weg – eine Stimmung, von der man sich berühren lassen kann: eine Einladung, in Resonanz zu treten.
Frank Fannar Pedersen erhielt seine Tanzausbildung an der National Ballet School of Iceland und an der Ballettschule der Finnischen Nationaloper in Helsinki. Sein erstes Engagement führte den Isländer zur Iceland Dance Company, bevor er nach Barcelona zu IT Dansa wechselte. 2011 wurde er Solotänzer am Hessischen Staatsballett Wiesbaden unter der Leitung von Stephan Thoss. Von 2014 bis 2022 war Frank Fannar Pedersen bei Richard Wherlock und dem Ballett Basel unter Vertrag. Während seiner Karriere tanzte er in Choreografien von Jiři Kylián, Ohad Naharin, Sidi Larbi Cherkaoui, Johan Inger, Hofesh Shechter, Alexander Ekman, Sharon Eyal, Stijn Celis, Ed Wubbe, Bryan Arias, Stephan Thoss, Richard Wherlock uvm. Parallel dazu entstanden seit 2012 eigene choreografische Arbeiten und Auftragswerke für verschiedene Theater, u.a. für das Theater Basel, das Nationaltheater Mannheim, das Hessische Staatstheater Wiesbaden, das Theater Ulm, die MiR Dance Company in Gelsenkirchen und die Iceland Dance Company. Frank Fannar Pedersens Choreografien wurden in der Schweiz, Deutschland, Island, den USA und in Großbritannien an verschiedenen Festivals und Plattformen gezeigt. Sein Stück „Til“, welches er für die Iceland Dance Company kreiert hat, wurde 2013 bei den Icelandic National Theatre Awards als Tanzproduktion des Jahres nominiert. Das Jahrbuch tanz zeichnete Frank Fannar Pedersen 2015 als „Hoffnungsträger des Jahres“ aus. Von 2022-24 war er Mitglied des Programmteams des Migros-Kulturprozent Tanzfestivals Steps. Seit der Spielzeit 23/24 ist Frank Fannar Pedersen künstlerischer Leiter der Tanzkompanie St. Gallen und zeichnet für mehrere Choreografien pro Saison verantwortlich.
Mitwirkende:
Konzept, Choreografie: Frank Fannar Pedersen, Javier Rodríguez Cobos (in enger Zusammenarbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern)
Komposition, Stimme/Obertongesang, Wippkordeon, Live-Electronics: Christian Zehnder
Sound Design, musikalische Leitung, Live-Electronics: Till Zehnder
Bühne: Tina Tzoka
Licht: Lukas Marian
Kostüm: Désirée Müller
Dramaturgie: Lisa Leopold