AMALUR INFINITY (A.I.)
Lucía Lacarra Ballet (Spanien)
Deutschlandpremiere | 10 Tänzerinnen und Tänzer | ca. 60 Minuten, keine Pause
#ChangeNotTrend #KünstlicheIntelligenz
Der Aufstieg der künstlichen Intelligenz hat die Art und Weise verändert, wie wir in der Welt leben.
Zwischen Versprechungen des Fortschritts und Schatten der Unsicherheit entsteht ein zwiespältiges Terrain, in dem das Menschliche und das Künstliche miteinander verflochten sind. A.I. (Amalur Infinity) positioniert sich an dieser Schwelle und bietet eine Erfahrung, die nicht darauf abzielt, Antworten zu geben, sondern vielmehr Fragen über unser Bewusstsein, unsere Emotionen und unser Wesen aufwirft.
A.I. ist eine Tanzperformance, die Laserlicht und neue Technologien integriert, um der künstlichen Intelligenz eine szenische Form zu verleihen. Durch eine gemeinsame Choreografie aus Licht und Körper reflektiert das Werk den bewussten Umgang mit Technologie und gewinnt sie als künstlerisches Werkzeug im Dienste von Emotion, Identität und dem Menschen zurück.
Lucía Lacarra und Matthew Golding sind dem Bonner Publikum bereits vertraut: Sie begeisterten zuletzt 2024 mit LOST LETTERS. Die war die erste Produktion der von Lucía Lacarra gegründeten Tanzkompagnie, dem Lucía Lacarra Ballet. Ihr Anspruch ist es, die höchsten Standards künstlerischer Exzellenz aufrechtzuerhalten und die junge Generation für Tanz zu begeistern.
Die in Zumaia im spanischen Teil des Baskenlandes geborene Tänzerin studierte an der Schule von Victor Ullate in Madrid. In dessen neoklassischer Compagnie, dem Ballett Victor Ullate, trat sie auch ihr erstes Engagement an. 1994 wechselte sie zum Ballet National de Marseille unter Roland Petit und ging 1997 als Principal Dancer zum San Francisco Ballet unter Helgi Tomasson. Von der Spielzeit 2002/2003 bis zur Spielzeit 2015/2016 war sie Erste Solistin beim Bayerischen Staatsballett. Hier tanzte sie alle wichtigen Rollen des klassischen Repertoires wie Giselle, Medora, Nikija, Julia und Katharina. Zu den Rollen, die in München für sie kreiert wurden, gehören Sophie in Die silberne Rose (Graeme Murphy), Ariel in Der Sturm (Jörg Mannes) sowie Odette in Once Upon An Ever After und die Die französische Ballerina in Série Noire (Terence Kohler), kreiert wurden für sie zudem zentrale Partien in Century Rolls (Davide Bombana), Violakonzert/II (Martin Schläpfer) und Spiral Pass (Russell Maliphant). Zu den zahlreichen Auszeichnungen Lacarras zählen der Nijinsky Award in der Kategorie „beste Tänzerin“ (2002), der Prix Benois de la Danse (2003) für ihre Darstellung der Rolle der Tatjana in Crankos Onegin sowie der vom spanischen Kulturministerium vergebene Premio Nacional de Danza (2005). Im Jahre 2008 verlieh ihr der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Dr. Thomas Goppel den Titel „Bayerische Kammertänzerin“. Von 2016 an war Lucia Lacarra als ständige Gastsolistin mit dem Theater Dortmund verbunden, dort verantwortete sie zusammen mit Matthew Golding auch die Tanzabende Fordlandia (2020) und In The Still Of The Night (2021). Mit letzterem ging sie bei der Vergabe der im Jahre 2022 von der Fundación SGAE vergebenen Premios Max de las Artes Escénicas in der Kategorie „beste Interpretin im Bereich Tanz“ als Siegerin hervor.
Mitwirkende:
Konzept und Regie: Lucía Lacarra, Matthew Golding
Choreografie: Juanjo Arqués, Matthew Golding
Kostüme: Betitxe Saitua
Licht: Eduardo Chacón