Ulrike Helzel

Die Mezzosopranistin Ulrike Helzel war zuletzt (bis 2020) Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper und darüber hinaus an großen nationalen und internationalen Bühnen zu Gast. In den letzten Spielzeiten war sie z. B. an der Hamburgischen Staatsoper als Marcellina in Mozarts NOZZE DI FIGARO sowie bei den Münchner Opernfestspielen in die Rolle der Mutter in der Uraufführung von Nikolaus Brass’ DIE VORÜBERGEHENDEN zu erleben. Sie folgte der Einladung für eine Neuproduktion DIE WALKÜRE an der Deutschen Oper Berlin, überdies ist sie als Annina im ROSENKAVALIER am Teatro alla Scala di Milano engagiert. Von 2006-2012 war Ulrike Helzel bei den Bayreuther Festspielen als Wellgunde im RING DES NIBELUNGEN sowie als Blumenmädchen und Knappe im PARSIFAL zu erleben. Sie gastierte als Angelina in LA CENERENTOLA am Theater Basel, als Donna Elvira in DON GIOVANNI an der Komischen Oper Berlin, in der Titelpartie von CARMEN an der Semperoper Dresden, der Komischen Oper Berlin, der Oper Köln, dem Staatstheater Braunschweig, dem Deutschen Nationaltheater Weimar und dem Opernhaus Halle. Des Weiteren gastierte sie an der Brüsseler Oper La Monnaie, an der Bayerischen Staatsoper München, an der Nederlandse Opera Amsterdam, am Grand Theatre de Genève, an der Oper Leipzig, beim Festival de Música de Canarias, bei den Dresdner Musikfestspielen und beim Festival Radio France Montpellier. 2013 war die Künstlerin mit ihrem Rollendebüt als Fricka in RHEINGOLD unter Kirill Petrenko in Rom zu erleben. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2011 als Wellgunde und sang hier unter anderem Jenny (AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY), Annina (ROSENKAVALIER), Siegrune und 2. Norn, Marcellina (NOZZE DI FIGARO), Siegrune (WALKÜRE) und 2. Dame (ZAUBERFLÖTE). Vor ihrem Wechsel nach Wien gehörte Ulrike Helzel viele Jahre dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin an. Hier sang sie die wichtigen Partien ihres Faches, wie Cherubino in LE NOZZE DI FIGARO, Fuchs in DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN, Hänsel in HÄNSEL UND GRETEL, Siebel in FAUST, Orpheus in ORPHEUS UND EURIDICE, Octavian in DER ROSENKAVALIER, Mère Marie in LES DIALOGUES DES CARMÉLITES, Suzuki in MADAMA BUTTERFLY und Maria Maddalena de Pazzi in Salvatore Sciarrinos 1998 entstandenem Werk INFINITO NERO. Sie arbeitete unter anderem mit den Dirigenten Alain Altinoglu, Frédéric Chaslin, Adam Fischer, Mikko Franck, James Gaffigan, Simone Young, Cornelius Meister, Ingo Metzmacher, Andris Nelsons, Tomáš Netopil, Philippe Jordan, Kirill Petrenko, Simon Rattle, Ulf Schirmer, Peter Schneider, Jeffrey Tate, Christian Thielemann sowie Franz Welser-Möst. Über ihre Operntätigkeit hinaus ist Ulrike Helzel eine gefragte Konzertsängerin. Ihr Repertoire reicht von Bach bis ins zwanzigste Jahrhundert. Als Liedsängerin war sie unter anderem in Berlin mit einem ausgesuchten Zemlinsky-Programm, in Weimar mit einem Abend mit den Zigeunerliedern von Johannes Brahms und in der Dresdner Philharmonie mit Mussorgskijs Liederzyklus Kinderstube zu hören.

Die in Magdeburg geborene Ulrike Helzel erhielt ihre Gesangsausbildung an der Leipziger Musikhochschule. Sie wurde 1990 beim Dvořák-Wettbewerb in Karlovy Vary mit dem 2. Preis ausgezeichnet und erhielt den Händel Förderpreis der Stadt Halle. Ulrike Helzel war Stipendiatin der Richard-Wagner-Stiftung und ist Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verbandes Magdeburg.

[2020]

2021/2022

2020/2021