From 11. September 2021

Liebe et cetera [UA]

von Emanuel Tandler

80 Minuten
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Liebe ist eine Erfolgsgeschichte. Hollywood-Filme erzählen vom Suchen und Finden und enden mit dem Erfüllung verheißenden Kuss. Doch was passiert nach dem Glücksversprechen? Was folgt auf die Ekstase? Vier Figuren inspizieren das sprichwörtlich schönste Gefühl der Welt. Sie schnüffeln in seinen dunklen Ecken, zerren das Unbequeme hervor, stöbern in Scherbenhaufen und beleuchten den stillen Ärger unter der flauschigen Wolke 7.  Sie erzählen einander Geschichten von Eifersucht, Einsamkeit und Wahnsinn, spüren Trost und Kummer nach und entdecken den Kreislauf des Begehrens vom Flirt zum Hass. Sie sind Expertinnen auf diesem Gebiet – wie wir alle. Denn Liebe ist Dreh- und Angelpunkt unserer Kunst und Kultur. Zahlreiche Mythen von der Antike bis heute setzen sie in Szene, Beziehungsmodelle von freier Liebe bis zur Vernunftehe gießen sie in Formen. Sie ist nicht zuletzt Triebkraft unserer Sprache, sie ist vielgestaltig und rätselhaft. Die vier Figuren wagen sich in ihre schattigsten Gebiete, ringen miteinander um Definitionen, Begrifflichkeiten und Ausdrucksformen, probieren zärtliche Gesten, sind neugierige Gäste bei Platons Gastmahl und mutige Probanden im Tinder-Selbstversuch. Ihr Expertentum ist ebenso umfassend wie mangelhaft. Denn Liebe ist in der Hauptsache dies: trial and error. Vielleicht geht es ihr vor allem darum, lebendig zu machen. Und das ist ihre ganz eigene Kunst.

Bereits als Regieassistent verwirklichte Emanuel Tandler am Theater Bonn eigene Arbeiten, darunter als Gemeinschaftsprojekt den Rosa Luxemburg-Abend EURE ORDNUNG IST AUF SAND GEBAUT und IN AND OUT HANNAH ARENDT in der Spielzeit 2018/19. Inzwischen inszeniert er als freischaffender Regisseur, zuletzt DAS SÜSSE VERZWEIFELN im Theater der Keller in Köln. Immer wieder zeichnet Emanuel Tandler auch als Autor verantwortlich.

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Cast

Inszenierung  Emanuel Tandler
Bühne und Kostüme  Lara Hohmann
Licht  Ewa Górecki
Dramaturgie  Male Günther
Regieassistenz  Maximilian Immendorf
Inspizienz  Sascha Maurice Höchst
Soufflage  Miklós Horváth
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