5. April 2021

Vol. 3: Die kritische Kraft der Kultur

Kultur der Zukunft – Zukunft der Kultur

mit Dr. Monica van der Haagen-Wulff (Kulturwissenschaftlerin), Volker Lösch (Regisseur), Annette Pehnt (Autorin) und Nasan Tur (Bildender Künstler)

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Lange nichts von Kultur gehört oder gesehen? Irgendwas vermisst? Wenn ja, was genau und wieviel davon? Brauchen wir das überhaupt? Und was darf das kosten? Was muss sich ändern in der kulturellen Landschaft? Darüber wollen wir – normalerweise im Theaterfoyer und nun digital – mit Kulturschaffenden und anderen Fachleuten, aber auch mit unserem Publikum reden. Und zwar ab dem 8. März jeden 2. Montag um 20 Uhr. Die Diskussionsreihe wird moderiert vom renommierten Journalisten Jörg Armbruster und findet über Zoom statt.

Monica van der Haagen-Wulff (*1965), Doctorate of Creative Arts (DCA), ist Lehrende im Bereich Erziehungs- und Kultursoziologie am Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Cultural- und Postcolonial Studies, Migration, Affect Theory, Postcolonial/Decolonial Feminist Theories, Critical Heritage Studies u.a. Monica van der Haagen-Wulff hat zu Verflechtungen von kultureller Praxis (Kunst) und neue Formen der (theoretischen) Wissenserzeugung in internationalen Journals publiziert, aber versteht auch Ihre internationale Tanz- und Performance-Aufführungen als theoretische Leistungen.

Volker Lösch gehört zu den profiliertesten Regisseuren des Gegenwartstheaters. Er arbeitet in seinen Inszenierungen häufig mit Mitgliedern des jeweiligen Schauspielensembles und Vertreter/innen unterschiedlicher sozialen Gruppen. Zu seinen Inszenierungen gehören Arbeiten für Häuser wie das Staatsschauspiel Dresden, Staatstheater Stuttgart, Hamburger Schauspielhaus, die Schaubühne Berlin, das Düsseldorfer Schauspielhaus oder das Theater Basel. Am Theater Bonn ist er durch Arbeiten wie BONNOPOLY und HOUSE OF HORROR bekannt. Zuletzt inszenierte er FIDELIO in der Oper unter der musikalischen Leitung von Dirk Kaftan.

Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, lebt mit ihrer Familie in Freiburg i.Br. und in Hildesheim. Nach einem Jahr Freiwilligenarbeit in Belfast verbrachte sie mehrere Jahre in Irland, Schottland und den USA. Nach einem Studium der Anglistik, Keltologie und Germanistik in Köln, Galway, Berkeley/California und Freiburg promovierte sie über irische Literatur. Freie Mitarbeit bei der FAZ und der Badischen Zeitung, Schreibwerkstätten, Lehraufträge. Seit 2007 Dozentur an der PH Freiburg. Seit 2018 Professorin für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim.

Der bildende Künstler Nasan Tur wurde 1974 in Offenbach geboren, studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der Städelschule in Frankfurt am Main. In seinen Arbeiten untersucht er das Spannungsfeld zwischen selbstverantwortlichem Handeln und Untätigkeit und stellt Machtstrukturen in Frage. Dabei arbeitet er sowohl installativ als auch mit Performances im öffentlichen Raum. 2012 wurde er mit dem Will-Grohmann-Preis der Akademie der Künste in Berlin ausgezeichnet, hatte Einzelausstellungen u.a. in Finnland, Österreich, Belgien, England und auch in der Kunsthalle Mannheim und im Kunstmuseum Stuttgart. Zudem nahm er an der 10. Istanbul Biennale und 6. Taipei Biennale teil.

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