Ab 23. April 2020

Das Ende von Iflingen

von Wolfram Lotz

Premiere 23.04.
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Es ist der Tag des Jüngsten Gerichts. Da wird gerichtet. Und zwar über das Dorf Iflingen. Der Erzengel Michael, seinem Herrn treu ergeben, und Engel Ludwig, eher skeptischer Natur, landen zu diesem Zweck auf der Erde. Ihr Auftrag: mit ihren flammenden Schwertern die Menschen in Asche zu verwandeln. Den Eintragungen in ihrer Akte folgend, schleichen sie voller Tatendrang von Haus zu Haus, um die Bewohner zu überraschen und ihre Mission zu erfüllen. Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Sie finden nur verlassene Schauplätze menschlichen Lebens, das Dorf scheint wie ausgestorben. Die einzigen lebendigen Wesen, auf die sie stoßen, sind Tiere: ein Igel, der hungrig im Laub wühlt, ein Mauersegler, der von Schwerelosigkeit träumt, und ein Schwein, das darauf drängt, geschlachtet zu werden. Was tun, wenn die Apokalypse zu scheitern droht, weil niemand mehr da ist, den sie treffen könnte? Mit ihren Nerven am Ende steuern die beiden Engel schließlich das letzte Haus im Dorf an: die Kirche. Dort bietet sich ihnen ein schauriges Bild, das sogar Erzengel Michael in Zweifel am Plan Gottes stürzt...

Wolfram Lotz’ Text entwirft ein Endzeit-Szenario zwischen Grillenzirpen und Posaunenklang, in dem das Wort Gottes allzu buchstäblich genommen wird, keine menschlichen Stimmen zu hören sind und das Austreten von Straßenlaternen zur Ersatzhandlung für zu spät ausgesandte Himmelsdiener wird.

Musik und Poesie prägen die Inszenierungen von Corinna von Rad. Sie waren u. a. am Schauspiel Frankfurt, am Schauspielhaus Zürich, an der Staatsoper Berlin und am Residenztheater München zu sehen. Nach dem Publikumserfolg EIN SOMMERNACHTSTRAUM in der letzten Spielzeit verwirklicht sie mit DAS ENDE VON IFLINGEN ihre zweite Arbeit am Theater Bonn.

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Besetzung

 
 
 
Regie  Corinna von Rad
Musik  Rainer Süßmilch
Bühne  Ralf Käselau
Kostüme  Sabine Blickenstorfer
Licht  Maximilian Urrigshardt
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