Ab 24. April 2020

Babel Bonn

ein partizipatives Rechercheprojekt von Simon Solberg

Premiere 24.04.
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Es ist der älteste Mythos von Anmaßung und Größenwahn: der Turmbau zu Babel. Eine Geschichte darüber, wie durch das Streben nach Macht und dem Erhöhen über die Grenzen des Menschenmöglichen die Gemeinschaft der Menschen schließlich zerbrach. Was hat uns der Turmbau und die auf ihn folgende Strafe der Sprachverwirrung gelehrt? Auch heute spüren wir nach wie vor den Hang zum Größenwahn – durch ein Höher, Schneller, Weiter hin zum globalen Turbo-Kapitalismus. Die Selbstüberschätzung, durch Arbeit, Wissenschaft und Innovation alles erreichen zu können, trifft auf die Entfremdung der Menschen voneinander, vor allem von sich selbst. Die heutige Sprachverwirrung herrscht zwischen Menschen unterschiedlicher Generation, Sozialisation und Religion. Aber auch im Kleinen zwischen Nachbarn, Freunden und Familien – wir tragen sie letztlich in uns selbst. Doch was schürt in einer Stadt in einem der reichsten Länder der Welt die Ängste vor Verlust, Armut oder Alterseinsamkeit? Was spaltet unsere Familie, unsere Gesellschaft, unsere Welt? Was hält sie zusammen? Was macht sie aus? Was macht uns als Menschen aus? Wann haben wir uns im universellen Turmbau, der Wohlstand, Wachstum und Zufriedenheit bringen sollte, selbst verloren? Basierend auf dem Motiv der biblischen Erzählung des Alten Testaments blicken Bonner Autorinnen und Autoren auf Lebensgeschichten von Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt und suchen nach einer gemeinsamen Identität. Sie schreiben Geschichten über die Abhängigkeit einzelner Menschen voneinander. Über verschiedene Leben in einer Stadt, die durch den Wohnort, die Arbeitsstelle, den Alltag oder auch Zufälle und einschneidende Erlebnisse miteinander verbunden sind und in Korrelation zueinander stehen.

In einem partizipativen (Musik-)Theater-Projekt von Hausregisseur Simon Solberg erspielen Bonner Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Mitgliedern des Ensembles die Abgründe, Konflikte, Gemeinsamkeiten und Utopien des Zusammenlebens in ihrer Stadt.

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Besetzung

 
 
 
 
 
Inszenierung  Simon Solberg
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