Ab 24. January 2020

Apeiron

von Anja Hilling

Premiere 24.01.
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Die Verführungskraft des medialen Machtapparats ist eine ewige Bewegung, durch die alles entsteht und wieder vergeht. Sie ist das Apeiron, wörtlich ‚das Unbegrenzte‘, ‚das Unbestimmte‘, der Urstoff allen Seins. Aus diesem Urstoff sind drei exemplarische Figuren erwachsen: ein Schauspieler, eine Unternehmerin und ein Politiker. Sie befinden sich im Zenit ihrer Karriere, am höchsten Punkt ihres Lebenswegs, und damit unmittelbar vor dem Fall. Ein Höher und Weiter ist nicht mehr möglich. Für einen Augenblick hält die Zeit an, ist alles in der Schwebe. APEIRON entwirft Bilder von der Sehnsucht des Menschen nach Größe und Bedeutung; wie er sich beim Streben nach Erfüllung über sich selbst zu erheben versucht und an seiner Hybris scheitert, stürzt und zurückschrumpft auf seine eigentliche Größe, die eine Kleinheit ist, der er nicht entkommen kann. In verdichteten Königsdramen erzählt der Text von der Begegnung mit dem Kind, das man einmal war und das einen wieder einholt und anblickt wie ein Spiegel, in dem man die eigene Niederlage erkennen muss. Er erzählt von der Leere, die einen von innen her aufzehrt, während man mehr und mehr zur Projektionsfläche anderer wird. Er beschreibt die Schicksalshaftigkeit der Herkunft und des Namens, der zu einem Versteck und einer Marke wird, Wohl und Bürde zugleich. Und er handelt von Einsamkeit und Übermaß, das in einem Moment alles zerstört und in Schmerz auflöst.

Nach MASSIVER KUSS in der Spielzeit 2016/17 ist APEIRON am Theater Bonn bereits die zweite Uraufführung von Anja Hilling. Ludger Engels, Regisseur, Musiker und Professor für Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, inszeniert zum ersten Mal in Bonn. Seine Regiearbeiten, Projekte und Installationen, die er u. a. in Freiburg, Berlin, Hannover und München sowie in der Schweiz, in Australien und Korea realisierte, zeichnen sich oftmals durch interdisziplinäre Arbeitsansätze aus.

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Besetzung

Unternehmerin  Lydia Stäubli
Politiker  Klaus Zmorek
Schauspieler  Jan Viethen
Musiker  Tilman Kanitz
Regie  Ludger Engels
Bühne  Volker Thiele
Kostüme  Sibylle Wallum
Musik  Tilman Kanitz
Dramaturgie  Male Günther
Regieassistenz  Max Schaufuß
Ausstattungsassistenz  Annika Garling
Inspizienz  Sascha Maurice Höchst
Soufflage  Kerstin Heim
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