Ab 13. September 2020

Staatstheater

Szenische Komposition von Mauricio Kagel (1967/1970)

- Mit deutschen und englischen Übertiteln -

Premiere 13.09.
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„Ob Kagels „Staatstheater“ ein Standardwerk werden wird? Die Besetzung ist variabel, auch Provinztheater müßten das Stück spielen können. Daß es eines der wichtigsten Werke des musikalischen Theaters der Nachkriegszeit ist, eines der notwendigsten vor allem, ist sicher.“ Kritikerpapst Heinz Josef Herbort lehnte sich mit seiner Einschätzung in seiner Rezension der Uraufführung, erschienen in der Zeit vom 30. April 1971, ziemlich weit aus dem Fenster – was Folgeproduktionen von Mauricio Kagels szenischer Komposition anbelangt, darf man vielleicht Wertungsdivergenzen vermuten: Allzu häufig hat sich nach der spektakulären Uraufführung in der novitätenreichen Hamburger Liebermann-Ära kein großes Haus mehr an das veritable Experiment herangewagt. Und das, obwohl Herbort auch geschrieben hatte, Kagel wolle mit STAATSTHEATER zweierlei: „das eitle Drum und Dran um die und in der Oper bloßstellen und damit beseitigen helfen und an dessen Stelle eine neue Aktivität, ein neues Qualitätsgefühl, einen bislang vom Apparat gehemmten neuen Spieltrieb frei machen. Das wiederum kann der Oper als Museum nur zugute kommen.“

1971 wurde die Hamburgische Staatsoper wegen Bombendrohungen unter Polizeischutz gestellt – fast fünfzig Jahre später (und unter dem besonderen Aspekt der Feierlichkeiten rund um den auch von Kagel thematisierten BTHVN) sollte man sich an den Versuch wagen, das Werk erneut zu erproben. Regisseur Jürgen R. Weber hat die ursprünglich für April 2020 geplante Produktion über die Krise gerettet und mit daraus resultierenden Gedanken angereichert. So ist vielleicht STAATSTHEATER an der Oper Bonn die erste wirkliche theatrale Reaktion auf die allerjüngste Vergangenheit der Republik wie der Stadt!

 

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Besetzung

Jugendchor  Jugendchor des Theater Bonn
Orchester  Beethoven Orchester Bonn
Musikalische Leitung  Daniel Johannes Mayr
Denisa Muszynski
Inszenierung  Jürgen R. Weber
Einstudierung Jugendchor  Ekaterina Klewitz
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