Infinito Nero

Salvatore Sciarrino (*1947)
Estasi di un atto
Koproduktion mit dem Beethovenfest

75 Minuten keine Pause

Die aus adliger Familie stammende Maria Maddalena de’ Pazzi (1566 – 1607), karmelitische Mystikerin, wird seit 1669 in der katholischen Kirche als Heilige verehrt. Ihre von Mitschwestern in fünf Bänden niedergeschriebenen Visionen bilden dabei die Grundlage dieser Verehrung. Das „unendliche Schwarz“ des Titels von Salvatore Sciarrinos INFINITO NERO nimmt Bezug auf den vorbewussten Zustand vor Erschaffung der Welt. Aus einem solchen heraus sind die Äußerungen der Maria Maddalena de’ Pazzi zu verstehen – ohne dadurch freilich sofort verständlich zu sein. Sciarrino geht in seinem Werk mit dem Zustand, aber auch damit um, dass die Protokollantinnen der Visionen die Gestik und den Sprachduktus der Heiligen festgehalten haben. Regisseur Mark Daniel Hirsch hat schon in der Vergangenheit eng mit dem Komponisten zusammengearbeitet und ist mit dessen ganz eigener Klangsprache auf besonders werkdienliche Weise vertraut.

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