Ab 13. Dezember 2020

Hänsel und Gretel

Engelbert Humperdinck (1854 – 1921)

Märchenspiel in drei Bildern nach der Dichtung von Adelheid Wette

Als Singspiel mit kleinem Orchester eingerichtet von Ludwig Andersen (1927)

Premiere 13.12.
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Dass der gebürtige Siegburger Engelbert Humperdinck häufiger in seinem Leben mit Bonn in Berührung gekommen ist, liegt gewissermaßen nahe. Dass er sogar eine Poppelsdorferin geheiratet hat, wird vielleicht schon nicht mehr ganz so bekannt sein – dass er aber einen Großteil seines bis heute ungebrochen populärsten Werkes im Haus der Schwiegereltern in der Luisenstraße zu Papier gebracht hat, dürfte selbst viele Alteingesessene überraschen. HÄNSEL UND GRETEL ist eine durchaus (auch) Bonner Angelegenheit.

Anlaß genug, noch vor Beginn des Humperdinck-Jahres 2021 (aber durchaus schon als Beitrag dazu) nach über zwei Jahrzehnten eine Neuproduktion dieses Repertoireklassikers in Angriff zu nehmen. Mit fettFilm (Momme Hinrichs und Torge Møller) kehrt das vom Publikum gefeierte Video-, Regie- und Bühnenbildteam von GIOVANNA D’ARCO wieder als komplett verantwortlich an die Oper Bonn zurück. Ein Fest für alle Sinne ist damit schon einmal versprochen – ein magischer Abend gewiss garantiert.

Aktuell muss man wohl noch davon ausgehen, dass der gewaltige, an Richard Wagner orientierte Orchesterapparat noch nicht wieder zum Einsatz kommen kann, so dass es ein ganz besonderer Glücksfall ist, dass der Komponist dem endgültigen Werk zwei Versionen voranschickte, die deutlich kleiner besetzt sind: Zunächst als Liederspiel mit Klavierbegleitung für die kleinen Töchter seiner Schwester Adelheid Wette, die auch die Librettistin des Stückes ist. (Den leicht ironischen Beinamen Kinderstubenweihfestspiel bekam HÄNSEL UND GRETEL übrigens für diese Fassung). Sodann machte er sich an die Umarbeitung dieses Liederspiels in ein schon umfänglicheres Singspiel, dessen Particell er Ende 1890 seiner Braut Hedwig Taxer zur Verlobung schenkte und das – bis dahin unaufgeführt – nach seinem Tode von seinem Verleger Ludwig Strecker (unter dem Pseudonym Ludwig Andersen) bühnenpraktisch gefasst wurde. Die große Opernfassung folgte erst im dritten Schritt.

Die Oper Bonn kündigt für Dezember 2020 die im Orchester moderat besetzte Singspielfassung an; sollten freilich die Zeitläufte bis dahin die Rückkehr zu musiktheatraler Normalität zulassen, wird schon jetzt die „große“ Version auf die Bühne kommen – ansonsten halt rundet sich in Fortführung der jetzt begonnenen Inszenierung der Kranz zum Winter 2021: Im Humperdinck-Jahr.

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Besetzung

Peter  Vincenzo Neri (Termine)
Giorgos Kanaris
Gertrud  Ulrike Helzel
Sand- und Taumännchen  Ava Gesell
Kinder- und Jugendchor  Kinder- u. Jugendchor des Theater Bonn
Statisterie  Statisterie des Theater Bonn
Orchester  Beethoven Orchester Bonn
Musikalische Leitung  Dirk Kaftan
Inszenierung und Bühne  Momme Hinrichs (fettFilm)
Kostüme  Sven Bindseil
Video  Torge Møller (fettFilm)
Licht  Max Karbe
Einstudierung Kinder- und Jugendchor  Ekaterina Klewitz
Regieassistenz und Abendspielleitung  Ruben Michael
Musikalische Assistenz  Daniel Johannes Mayr
Studienleitung  Pauli Jämsä
Korrepetition  Igor Horvat
Miho Mach
Pauli Jämsä
Benedict Kearns
Bühnenbildassistenz  Michele Taborelli
Mara Schönborn
Kostümassistenz  Dieter Hauber
Inspizienz  Karsten Sandleben
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