Ab 13. März 2022

Ein Feldlager in Schlesien

Giacomo Meyerbeer (1791 –1864) 

Singspiel in drei Akten
in Lebensbildern aus der Zeit Friedrichs des Großen
Text von Ludwig Rellstab
nach einem Entwurf von Eugène Scribe

Premiere 13.03.
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Die wahrscheinlich erste Wiederaufführung seit nahezu hundertfünfzig Jahren von Giacomo Meyerbeers deutschsprachigem Singspiel EIN FELDLAGER IN SCHLESIEN findet im Theater Bonn statt; ein zur Wiedereröffnung des Königlichen Opernhauses in Berlin nach dem großen Brand von 1843 komponiertes Festspiel mit Szenen aus dem Leben des nicht auftretenden Friedrich II., mit dem der preußische Generalmusikdirektor Meyerbeer nicht nur die Hohenzollern, sondern auch die Oper hochleben ließ. Der Gestus des Nationalen ist in diesem Werk mit seinen bei der Uraufführung beschließenden heroisch lebenden Bildern ausgeprägt wie bei keinem deutschsprachigen Musiktheaterwerk zuvor. In der Umarbeitung für Wien unter dem Titel VIELKA war das Stück noch eine Weile auf den Spielplänen zu finden; Meyerbeer arbeitete auch für die 1854 in Paris uraufgeführte Oper L’ÉTOILE DU NORD einige Nummern aus dem FELDLAGER ein, insgesamt schien aber das Original für das Musiktheater verloren. Volker Tosta, der maßgeblich an den Meyerbeer- Neueditionen der letzten Jahre beteiligt war, arbeitet im Auftrag des Bonner Opernhauses an einer gültigen Aufführungsfassung, die dem FELDLAGER zu neuem Bühnenleben verhelfen mag. Es stellt sich, mit Blick auf das einstmals so unvergleichlich erfolgreiche Schaffen Giacomo Meyerbeers allgemein, aber auch auf den besonderen Fall des FELDLAGERS, wie so häufig die Frage, warum das Verschwinden über den nazistischen Rassenwahn hinaus derart billigend nach 1945 hingenommen wurde.

Für den heutigen Regisseur Jakob Peters- Messer, der bereits die Urfassung von L’AFRICAINE zur Uraufführung gebracht hat, stellt das Stück damit eine ganz besondere Herausforderung dar, weil bei der Rezeption das auf Verleumdung und Rassenwahn basierende Verschwinden von Meyerbeers Musik immer im Bewusstsein ist. Diese Produktion wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und zeitversetzt übertragen.

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Besetzung

Saldorf, Hauptmann a. D.  Tobias Schabel
Vielka, seine Pflegetochter  Elena Gorshunova
Therese, seine Nichte  Barbara Senator
Conrad, sein Pflegesohn  Jussi Myllys
Tronk, Anführer einer Truppe ungarischer Reiter  Martin Tzonev
Zietenscher Husar  Christian Georg
Steffen, ein alter Landmann + Ein Soldat  Johannes Mertes
Artillerist  NN
Grenadier-Unteroffizier  Michael Krinner
Schwarzer Husar  NN
Ein ungarischer Reiter  Johannes Mertes
Ein Husar  NN
Friedrich der Große  Michael Ihnow
Chor  Chor des Theater Bonn
Extrachor  Extrachor des Theater Bonn
Orchester  Beethoven Orchester Bonn
Musikalische Leitung  Dirk Kaftan
Inszenierung  Jakob Peters-Messer
Bühne  Sebastian Hannak
Kostüme  Sven Bindseil
Licht  Max Karbe
Choreinstudierung  Marco Medved
Regieassistenz und Abendspielleitung  NN
Musikalische Assistenz  Hermes Helfricht
Studienleitung  Pauli Jämsä
Korrepetition  Igor Horvat
Pauli Jämsä
Elia Tagliavia
Bühnenbildassistenz  Ansgar Baradoy
Inspizienz  Barbara Schröder
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