Ab 12. Dezember 2021

Don Carlo

Giuseppe Verdi (1813 – 1901)

Achtung: um eine mögliche Ansteckungsgefahr in der kalten Jahreszeit zu minimieren, wird Don Carlo ab dem 9. Januar  in einer vieraktigen Version gezeigt werden. Die Spieldauer des Stücks reduziert sich damit auf 200 Minuten und beinhaltet nur noch eine Pause.

Oper in vier Akten
Libretto von Joseph Méry und Camille du Locle
nach Friedrich Schillers Tragödie
Italienische Fassung von Achille de Lauzières
– In italienischer Sprache –

195 Minuten Eine Pause
Termine & Karten

Man weiß, dass Giuseppe Verdi sich als kritischer Geist nicht nur mit den Zeitläuften seiner Epoche herumgeplagt hat, sondern sehr wohl auch dem eigenen Schaffen mit stetig überarbeitungsbereiter Skepsis begegnet ist. Keine andere seiner Opern hat er so häufig redigiert, gekürzt, umgestellt und neugefasst wie ausgerechnet diejenige, die durch ihr engmaschiges Gewirk aus politischen, religiösen und gesellschaftlichen Zwängen am ehesten an die Unausweichlichkeiten des griechischen Dramas heranreicht und damit seine düsterste geworden ist: DON CARLO.

Über zwanzig Jahre liegen zwischen dem Kompositionsbeginn 1865 und der Aufführung in Modena jener fünfaktigen Fassung (1886), die heute wieder häufiger gespielt wird als die bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts gebräuchliche vieraktige Mailänder Fassung von 1884. Verdi plagte sich dabei nicht nur mit den beiden Sprachen und ihrem jeweils so verschiedenen Ausdrucksgestus, sondern versuchte auch immer wieder durch Kürzungen und Umstellungen zum optimalen Ergebnis zu gelangen. So bringt es die Schillers Drama in weiten Teilen getreue Oper auf nicht weniger als sieben Versionen. Das Licht der Vernunft freilich sieht man in keiner aufscheinen. Gefangene ihrer Zwänge, Gefangene in selbstangelegten Zügeln, Gefangene aber vor allen Dingen einer stets tödlich drohenden geistlichen Macht, der selbst die weltliche Herrschaft nicht gewachsen ist – die Ausweglosigkeit menschlicher Verstrickungen in diesem Netzwerk des Terrors bringt Verdi elementar auf den Punkt: Freiheit verspricht allenfalls der Tod.

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Besetzung

Filippo II  Pavel Kudinov (Termine)
Tobias Schabel (Termine)
Don Carlo  Leonardo Caimi (Termine)
Santiago Sánchez (Termine)
Der Großinquisitor  Karl-Heinz Lehner (Termine)
Pavel Kudinov (Termine)
Tobias Schabel (Termine)
Ein Mönch  Magnus Piontek (Termine)
Marcel Brunner (Termine)
Elisabetta von Valois  Anna Princeva
Prinzessin Eboli  Dshamilja Kaiser (Termine)
Khatuna Mikaberidze (Termine)
Tebaldo  Lada Bočková (Termine)
Sarah Vautour (Termine)
Stimme aus der Höhe  Lada Bočková (Termine)
Sarah Vautour (Termine)
Graf von Lerma / Ein königlicher Herold  Katleho Mokhoabane (Termine)
Miloš Bulajić (Termine)
Die Gräfin von Aremberg  Helena Baur
Flandrische Deputierte  Sven Bakin (Termine)
Enrico Döring (Termine)
Algis Lunskis (Termine)
Miljan Milovic (Termine)
Hartmut Nasdala (Termine)
Nicholas Probst (Termine)
James Benjamin Hewat Craw (Termine)
Chor  Chor des Theater Bonn
Extrachor  Extrachor des Theater Bonn
Statisterie  Statisterie des Theater Bonn
Orchester  Beethoven Orchester Bonn
Musikalische Leitung  Hermes Helfricht
Inszenierung  Mark Daniel Hirsch
Ausstattung  Helmut Stürmer
Licht  Max Karbe
Choreinstudierung  Marco Medved
Regieassistenz  Idilsu Yaman
Abendspielleitung  Mark Daniel Hirsch
Idilsu Yaman
Musikalische Assistenz  Elia Tagliavia
Studienleitung  Pauli Jämsä
Korrepetition  Igor Horvat
Elia Tagliavia
Bühnenbildassistenz  Ansgar Baradoy
Mitarbeit Kostüm  Sarah Magirius
Louise Buffetrille
Inspizienz  Barbara Schröder
Leitung Statisterie  Gyda Löcher
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