Tanz

Monatsspielplan

THÉORIE DES PRODIGES

Système Castafiore [Frankreich]

Opernhaus

Deutschland-Premiere

Regie, Musik, Videodesign Karl Biscuit
Choreografie Marcia Barcellos

mit deutschen Untertiteln und live Gesang

„Philosophie macht Spaß, Tanztheater auch“, das ist das Motto von Marcia Barcellos und Karl Biscuit, den Gründern von Système Castafiore aus Grasse, einer kleinen Stadt in Süd-Frankreich, nicht weit von Nizza gelegen. Grasse ist bekannt als Hauptstadt des Parfüms. Marcia Barcellos und Karl Biscuit scheinen davon nicht unberührt: Die beiden sind angetreten, um mit den Waffen der Kunst der entzauberten Welt wieder Poesie einzuhauchen. Ihre Arbeiten sind ein ganz spezielles und sonderbares Spektakulum, das weltweit keine Entsprechung findet. Seit 28 Jahren tragen sie alle Arten populärer Mythen zusammen, die ihnen begegnen -  Mythen des Kinos, der Märchen, der Fantasy-Romane, der Kirche, der Comics und der Geschichte und führen sie auf eine neue visuelle und geheimnisvolle Ebene. Ihre Arbeiten besitzen einen eigenen Charakter. Die Bühne selbst wird zu einem magischen Ort, multidisziplinär und multidimensional. 3D-Effekte helfen dabei.

THÉORIE DES PRODIGES (THEORIE DER WUNDER) bewegt sich zwischen Physik und Metaphysik, bringt Verrücktes und Barockes zusammen und schafft es,  die Parallelwelten zu durchkreuzen, um Reales und Imaginäres zu verweben. Woher kommen wir? Warum sind wir das, was wir sind, und wie sind wir es geworden? „Welche Bedeutung hat also das Leben? Wie kann man das undurchdringliche Geheimnis der Existenz erhellen?“ Ein virtueller Erzähler ersetzt Wissenslücken in einem Manuskript des 16. Jahrhunderts mit magischen Gedanken. „Ganz gleich, womit wir uns beschäftigen oder was wir entdecken möchten, alles mündet in einen Ozean von Geheimnissen. Offensichtlich gibt es weder Anfang noch Ende. Nur das Wesentliche. Das ist das ewige Problem mit diesem Universum. Man kann versuchen, möglichst viel darüber zu erfahren, zu verstehen, zu analysieren, also alles ordentlich abzuarbeiten, letztlich wird es uns doch entgleiten. Letztendlich zwischen dem Winzigsten und dem Allergrößten, zwischen dem Pferdeapfel und den Engeln, liegen nur Geheimnisse!“

Der Tanz entfaltet vor Projektionen seltsamer Landschaften eine Flut surrealer Bilder und lädt mit großem Erfindungsreichtum zum Träumen ein. Auf diesem von Système Castafiore  wiederbelebten Planeten hören wir seraphische Stimmen in mittelalterlichen und barocken Melodien (live gesungen), entdecken wunderschöne Tiere wie das große weiße Reh oder den Einhörner. Wir sehen das Universum im neuen Licht. In bezaubernden Gemälden mischt sich geschickt das wissenschaftliche Denken von Bertrand Russell, Richard Feynman oder Henry Miller. Eine Theorie über die Entstehung, der Sprache, der Sterne, des Unendlichen, des Kosmos - Lehren, in dem alles in einem Ozean der Geheimnisse endet, wo kein Anfang oder Ende ist. In sechzehn Bildern und genauso vielen Wundern werden wir die Geschichte des Kosmos anders betrachten. Weit entfernt von Wissen und rationalen Erklärungen - aber näher an Transzendenz, Geistern und Einhörnern. Platz für Phantasie und Schönheit!

Produktion Système Castafiore. Koproduktion Théâtre National de Chaillot, Maison de la Culture de Nervers, Hivernales d‘Avignon, Théâtre de Grasse, Centre des Arts d´Enghien.

www.systeme-castafiore.com

Besetzung

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