Tanz

Monatsspielplan

PROMETHEUS

Saarländisches Staatsballett

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07 Jan 19:30 H
08 Jan 19:30 H
Opernhaus

Kooperation

Choreografie Stijn Celis
Musik Ludwig van Beethoven, Die Geschöpfe des Prometheus op. 43
mit ca. 16 Tänzerinnen und Tänzern

Eine Kooperation mit dem Theater Bonn im Rahmen des Beethoven-Jahres und mit Unterstützung von BTHVN 2020

Ludwig van Beethoven schrieb seine Ballettmusik DIE GESCHÖPFE DES PROMETHEUS für den Tänzer und Choreografen Salvatore Viganò (1769 – 1821), der in ganz Europa gefeiert wurde. Viganò war von 1799 bis 1803 Ballettmeister in Wien und fragte Ende 1800 bei Beethoven wegen einer Komposition für ein neues Ballett an, die dieser in ziemlicher Eile anfertigte. Am 28. März 1801 kamen Die Geschöpfe des Prometheus im Wiener Hofburgtheater zur Uraufführung. Das Ballett wurde in der Spielzeit 1801/02 insgesamt 29mal aufgeführt – eine beachtliche Zahl an Vorstellungen damals. Von Viganòs Choreografie wissen wir gar nichts, und das Libretto ist verschollen, so dass wir nur aus zeitgenössischen Zeitungskritiken etwas über ihren Inhalt erfahren können.

Beethovens Musik gehört zu seinen weniger bekannten Kompositionen. Selbst Fachleute kennen meist nur die Ouvertüre. Dabei ist die Prometheus  Musik, entstanden zur Zeit der Arbeit an der Zweiten Symphonie, für das Verständnis von Beethovens Schaffen von großer Bedeutung. Sie nimmt in mehrfacher Hinsicht die Stellung eines Schlüsselwerks ein: Motivisch steht die Musik in direkter Beziehung zur Dritten Symphonie, der Eroica.
Stijn Celis, der Direktor des Saarländischen Staatsballetts, wird Beethovens vollständige Prometheus-Musik für eine neue Choreografie verwenden und sich dabei mit der von Viganò konzipierten Handlung, soweit sie rekonstruiert werden kann, auseinandersetzen. Die Uraufführung findet am 5. Oktober 2019 in Saarbrücken statt. Das Theater Bonn und das Saarländische Staatstheater kooperieren, um diese selten gespielte Komposition Beethovens ins Theater zurückzuholen und ihre tanzhistorische Bedeutung aufzuzeigen.

Stijn Celis wurde 1964 im nordbelgischen Turnhout geboren. Seine Tanzausbildung schloss er am Stedelijk Instituut voor Ballet in Antwerpen ab. 1983 wurde er Mitglied des Königlichen Balletts von Flandern; drei Jahre später wechselte er zum Zürcher Ballett unter der Direktion von Uwe Scholz. 1987/88 tanzte er beim Ballett des Stadttheaters Bern, kehrte anschließend zum Zürcher Ballett zurück. Zwischen 1990 und 1992 gehörte er zu Contemporary Dance Zurich. 1992 ging er zum Ballett des Grand Théâtre in Genf, das damals Gradimir Pankov leitete; für diese Compagnie kreierte er 1993 seine erste Choreografie. 1996/97 tanzte er beim Cullberg-Ballett. Mit 33 Jahren beendete er seine Tänzerlaufbahn. Er studierte Bühnenbild in Antwerpen und war freiberuflich als Choreograf und Bühnenbildner tätig. Mit Verweis auf sein Stück QUARTETT (2001) wurde er vom renommierten Tanzkritiker Horst Koegler als „aufregendste Choreographenentdeckung der Saison“ bezeichnet. Von 2004 bis 2007 war er Ballettdirektor am Berner Stadttheater. Anschließend arbeitete er wieder freiberuflich, bis er 2014 die Leitung des Balletts am Saarländischen Staatstheater übernahm. Im Lauf seiner künstlerischen Laufbahn hat er außerdem für Compagnien wie die Grands Ballets Canadiens, das Semperoper Ballett, Die Tanzcompagnie der Göteborger Oper, das Nederlands Dans Theater und das Aalto Ballett Essen Stücke kreiert.

www.staatstheater.saarland

Besetzung

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