Tanz

Monatsspielplan

BALLET PRELJOCAJ (AIX-EN-PROVENCE, FRANKREICH)

LA FRESQUE

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04 Jan 19:00 H
Opernhaus

Choreografie Angelin Preljocaj
Musik Nicolas Godin

mit 10 Tänzerinnen und Tänzern

Freitag, den 4. Januar 2019, 19.30 Opernhaus

 

In seiner Choreografie LA FRESQUE  (DAS FRESKO) – beschäftigt sich Angelin Preljocaj mit einem traditionellen Märchen aus China. Es erzählt von der übernatürlichen Kraft der Malerei und der Möglichkeit, durch sie in eine Dimension der Illusion eintreten zu können. Die Choreografie übersetzt das Märchen in unsere Zeit und verwendet es als eine Metapher für den Übergang: Die Malerei, stellvertretend für alle Künste, steht dabei symbolisch für die Beziehungen zwischen der Realität und ihrer Repräsentation in der Kunst, aber auch in zeitgenössischen virtuellen Welten. Die Arbeit verweist zudem auf Platons Höhlengleichnis, das die menschliche Existenz hinterfragt. Angelin Preljocaj, der bereits Märchen wie SCHNEEWITTCHEN und Legenden wie SIDDHARTA in Tanz übersetzt hat, nutzt für LA FRESQUE eine bildhafte, fast naive Tanzsprache voller Schönheit und Grazie und versetzt seine Tänzerinnen und Tänzer in ein ausgefeiltes Bühnen-Setting. 

Das Ballet Preljocaj zeichnet sich durch eine pointierte und virtuose Tanzsprache aus, in der vielfältige Facetten aus klassischem Ballett und zeitgenössischem Tanz ineinanderfließen. 1984 im französischen Département Val-de-Marne bei Paris gegründet, verlegte das Ensemble 1996 seinen Sitz nach Aix-en-Provence und avancierte dort zum Motor eines weithin beachteten Choreografizentrums <s>der Choreografie</s>. Neben zahlreichen Auftritten im In- und Ausland engagiert sich das Ballet Preljocaj, den zeitgenössischen Tanz in einem breiten Spektrum erlebbar zu machen. Dieses Engagement reicht von Vorträgen über Tanzworkshops bis hin zu tänzerischen Darbietungen im öffentlichen Raum.

Angelin Preljocaj wurde als Sohn albanischer Migranten in der Nähe von Paris geboren. Zunächst studierte er klassisches Ballett und wechselte anschließend zum zeitgenössischen Tanz. Nach einem Aufenthalt in New York, wo er mit den Choreografen Zena Rommett und Merce Cunningham zusammenarbeitete und bei Viola Farber und Quentin Rouiller studierte, kehrte er nach Frankreich zurück, setzte seine Ausbildung fort und gründete dort 1984 sein eigenes Ensemble. Er schuf mittlerweile über 50 Choreografien in allen Dimensionen, vom Solo bis zum Großformat. Preljocaj arbeitete und arbeitet regelmäßig mit zahlreichen namhaften Künstlern zusammen. Zahlreiche Companien erteilen ihm Werkaufträge oder übernehmen seine Stücke in ihr Repertoire, darunter La Scala (Mailand), das New York City Ballet und die Opéra National de Paris. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Benois de la danse sowie der Bessie Award. Angelin Preljocaj schuf zudem verschiedene Tanzfilme. Im November 2016 erschien in Zusammenarbeit mit der Drehbuchautorin Valérie Müller der Film „Polina, danser sa vie“, der auf dem Comicroman des französischen Zeichners Bastien Vivès basiert.

 

Besetzung

Produktion Ballet Preljocaj, Künstlerischer Leiter Angelin Preljocaj, Kostüme Azzedine Alaïa, Bühnenbild und Videos Constance Guisset Studio, Beleuchtung Éric Soyer, Koproduktion Grand Théâtre de Provence, Maison des Arts de Créteil, Théâtre National de Chaillot - Théâtre de la Ville - Paris, Scène Nationale d’Albi, National Taichung Theater (Taiwan) 

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