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SPIRIT

BANGARRA DANCE THEATRE (Australien)

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22 Okt 18:00 H
Opernhaus

BANGARRA DANCE THEATRE [Australien]
SPIRIT
Choreografie Stephen Page, Frances Rings, Bernadette Walong-Sene
Musik David Page und Steve Francis
20 Tänzerinnen und Tänzer

Mit hoher technischer Perfektion und Ausdruckskraft zeigt das australische BANGARRA DANCE THEATRE Werke von geradezu hypnotischer Schönheit. Vor wenigen Jahren noch ein Geheimtipp, wird die Truppe inzwischen von Fachpresse und Publikum gleichermaßen bejubelt. Mit elektrisierender Intensität vereint ihre Kunst die Kultur der Ureinwohner Australiens mit zeitgenössischem Tanzvokabular und sprengt so jegliche Kulturfessel. Ein aufregendes und verblüffendes Tanzphänomen! Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Sydney im Jahr 2000 faszinierte das Bangarra-Ensemble mit seinen Aborigines-Tänzen die ganze Welt. Nie zuvor hatte man eine derartige Performance gesehen: bemalte Körper, die universelle Botschaften vermitteln. Die Tänzer verfügen über die Körperbeherrschung des klassischen Balletts, agieren aber mit der Dynamik des Modern Dance, und doch ist das, was hier passiert, weder das eine noch das andere.

Rhythmusstöcke schlagen aufeinander, eine raue Männerstimme singt, gurgelt und wispert in einer unbekannten, archaisch wirkenden Sprache. Nackte Füße stampfen, Arme wirbeln, Körper schlingen sich ineinander, lassen sich wieder los, spiegeln die Bewegungen ihres Gegenübers. An diesem heißen Sommernachmittag in einer alten Werftanlage in Sydneys Walsh Bay rinnt der Schweiß in dicken Tropfen von konzentrierten Gesichtern, hier wird geprobt, als gelte es, die Welt zu retten. Das BANGARRA DANCE THEATRE tanzt das Stück SPIRIT und damit nichts weniger als den Geist Australiens. Das Programm SPIRIT zelebriert Musik, Farben, Magie und jahrhundertealte Traditionen der Aborigines. Nie klischiert, nie nostalgisch. Sondern so, wie in jenen ersten Tagen, als die Welt noch neu war. SPIRIT zeigt das Beste aus Bangarras Repertoire. Klassisches Ballett wird vermischt mit Körpersprache und Traumzeitritualen der Aborigines und verbindet sich zu einem Tanzstil von besonderer Kraft und Magie.

„Bangarras Tanzsprache ist einzigartig“ – auf diese knappe Formel bringt es die landesweite US-Zeitung The Guardian. Und das Londoner Dance Europe Magazin attestiert dem Ensemble aus Sydney „Werke..., die die Grenzen dessen sprengen, was Tanz normalerweise bewirken kann“. Inzwischen ist das 1989 gegründete BANGARRA DANCE THEATRE über den Status des Geheimtipps längst hinaus; die Compagnie ist auf allen Kontinenten unterwegs, wird auf den größten Festivals hoch gehandelt und von Fachpresse wie Tanzliebhabern gleichermaßen mit Lob überschüttet. Die ungewöhnliche Körpersprache und die erstaunliche Optik der australischen Truppe verschmilzt die 40.000 Jahre alte Kultur der Aborigines und der Torres-Strait-Inseln spannungsreich mit modernem Tanz. Durch den lebendigen Austausch dieser verschiedenen Kulturkreise entstehen faszinierend zeitlose Bilder, die sich im Gedächtnis der Zuschauer festsetzen.

Der künstlerische Leiter Stephen Page ist selbst Nachkomme eines Aborigine-Stammes. Schon 1991 wurde er künstlerischer Direktor des BANGARRA DANCE THEATRES, hat 2016 seine 23. Choreografie für BANGARRA kreiert. „Wir sind angetreten, um die alten Traditionen der Aborigines zu würdigen, sie in die Zukunft zu transportieren und dabei einen zeitgenössischen Weg zu finden, um die Verbindung mit unserer Kultur zu pflegen“, sagt Page. Bangarra heißt „Feuer machen“ und um die mehr als 200 Jahre unter brutaler Kolonialgeschichte leidende schwarze Kultur wiederzubeleben, hat BANGARRA eine eigene Körpersprache entwickelt, die alle verstehen, egal, ob Aborigines, britisch stämmige Australier, asiatische Einwanderer oder Touristen. Durch den Auftritt bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 machte Stephen Page BANGARRA zum Kult. Nach vielen Preisen, die das Ensemble und der Choreograf erhalten hatten, wurde er 2008 in Anerkennung seiner Bemühungen, Kulturen zusammenzubringen, zum „NSW Australian of the Year“ ernannt. Stephen Page leitete verschiedenen Kunstfestivals und führte bei mehreren Filmen Regie.

 

Aufführungsdauer: ca. 75 Minuten ohne Pause

www.bangarra.com.au

Besetzung

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