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Gesamt

CANDIDE ODER DER OPTIMISMUS

Ein musikalisches Schauspiel nach Voltaire

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22 Dez 19:30 H
11 Jan 19:30 H
Schauspielhaus

Dauer: ca. 2 Std. 40 Min. inkl. Pause

Candide lebt das schönste aller Leben in der besten aller möglichen Welten. In einem wunderschönen Schloss in Westfalen, wo er als unehelicher Sohn der Schwester des Barons wohnt, lehrt ihn sein Lehrer Pangloß die philosophischen Grundsätze eines metaphysischen Optimismus. Er erklärt dem jungen Candide täglich, dass alles in der Welt zum Besten bestellt ist, alle Geschehnisse aus einem guten, vorherbestimmten Grund passieren und er sich somit – um es mit Kant zu sagen – seines eigenen Verstandes nicht zu bedienen braucht. Das Beste an Candides Welt aber ist Kunigunde, die schöne Tochter des Barons. Diese liebt er in kindlicher Naivität aufrichtig und bedingungslos. Als sie ihn eines Tages aus jugendlichem Entdeckerdrang heraus küsst, wirft ihn der Baron mit einem Tritt aus dem Schloss und die beste aller Welten beginnt zu bröckeln.

Für Candide beginnt eine Odyssee aus Kriegen, Naturkatastrophen, Folter, Gefangenschaft und Sklaverei. Er wird von der Armee rekrutiert, gerät in das Erdbeben von Lissabon, das im Jahre 1754 die Menschen in ganz Europa in ihrem aufgeklärten Fortschrittsglauben erschütterte. Er lernt Machtgier, Grausamkeit, Feigheit und Undank kennen, die Rohheit der Menschen im Urzustand, die Willkür der Inquisition, die Profitgier und Mordlust der Goldsucher in Amerika. Er muss Krankheit und Schiffbruch erdulden und fällt Piraten in die Hände. Er tötet und wird selbst fast getötet, kurz: er erleidet auf seinen Irrfahrten durch die Welt so viel Missgeschick, dass sein fester Glaube an die gut eingerichtete Welt ins Wanken gerät. Einzig das von menschlicher Habgier und Bosheit abgeschnittene ehemalige Inkareich Eldorado bietet einen friedlichen Zwischenhalt auf seiner Reise.

In blitzschnellen Episoden durchwandert Candide tragische Abgründe und merkwürdige Begebenheiten. All das gibt Anlass zu vielen Betrachtungen – und so entsteht aus Schrecken und Komik ein philosophisches Welttheater als satirische Widerlegung der Leibnizschen Lehre von der besten aller Welten.

 Mit Voltaires CANDIDE eröffnet der neue Hausregisseur Simon Solberg die Spielzeit 2018/19. Bekannt ist Solberg dem Bonner Publikum bereits durch seine energetischen, bildreichen Inszenierungen von Büchners WOYZECK, BND – BIG DATA IS WATCHING YOU und Dürrenmatts DIE PHYSIKER. 

Besetzung

Annina Euling
Annika Schilling
Wilhelm Eilers
Christoph Gummert
Timo Kählert
Daniel Stock
Alessandro Grossi
Fabian Lichottka
Gerrit Maybaum
David-Joshua Meißner

Musiker: Lukas Berg / Samuel Reißen, Philip Breidenbach, Jann Marvin Beranek

Inszenierung u. Bühne: Simon Solberg
Kostüme u. Bühnenmitarbeit: Franziska Harm
Licht: Sirko Lamprecht           
Dramaturgie: Nadja Groß

Regieassistenz: Frederik Werth
Kostümassistenz: Maria Strauch
Inspizienz: Maurice Höchst
Soufflage: Heike Mia Hülsebusch
Dramaturgiehospitanz: Nina Dahl
Statisterie: Gyda Löcher

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