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T ´M ET VARIATIONS... / BÉJART FÊTE MAURICE

BÉJART BALLET LAUSANNE (Schweiz)

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07 Nov 19:30 H
08 Nov 19:30 H
Opernhaus

Foto: (c) Gregory Batardon

T 'M ET VARIATIONS...
Choreografie: Gil Roman
Musik: Citypercussion - Thierry Hochstätter & JB Meier live auf der Bühne
Soundtrack: Nick Cave und Warren Ellis

BÉJART FÊTE MAURICE
Choreografie: Maurice Béjart, in Szene gesetzt von Gil Roman
Musik: Beethoven, Webern, Heuberger, Rossini, Le Bars, traditionelle hebräische, indische, afrikanische und pygmäische Musik*

Mittwoch, den 7. November 2018, 19.30 Uhr, Opernhaus
Donnerstag, den 8. November 2018, 19.30 Uhr, Opernhaus


Im November kommt ein Ballettereignis allerersten Ranges ins Bonner Opernhaus. Das weltberühmte BÉJART BALLET LAUSANNE (BBL) setzt ein besonderes Highlight. Das Béjart Ballet Lausanne hatte 2017 Grund zum Feiern! Es erreichte das 30. Lebensjahr.

Maurice Béjart (1927-2007) ernannte vor seinem Tod den damaligen Startänzer und Chef-Stellvertreter Gil Roman zu seinem Nachfolger. Mit T ' M ET VARIATIONS... hat Gil Roman zum 30-jährigen Jubiläum, zehn Jahre nach dem Tod von Maurice Béjart ein Ballett kreiert, in dem Bewegungen zu Worten werden - Worte, die an Maurice Béjart gerichtet sind, Seite um Seite, in Form eines Tagebuchs einer intimen Beziehung. T 'M ET VARIATIONS... sind Variationen über das Thema Liebe und die innere Notwendigkeit des Tanzes. Eine radikale, faszinierende Choreografie, voller Farben und Arabesken.

T 'M ET VARIATIONS... ist das Erbe von Maurice, wie ich es sehe und wie es weiterlebt. Gil Roman

BÉJART FÊTE MAURICE hat Gil Roman äußerst subtil und immens wertvoll aus dem Œuvre des Meisters zusammengestellt. Ausgangs- und Endpunkt sind die Ballettstangen, dazwischen blüht in BHAKTI III, HÉLIOGABALE und DIBOUK ein verblüffender Stilreichtum. Schon lange vor Akram Khan oder Sidi Larbi Cherkaoui hat Maurice Béjart indische, afrikanische oder japanische Tänzer beobachtet und ihre Bewegungsphilosophie mit dem klassischen Tanz konfrontiert, er sah den Wahnsinn in den Wiener Walzern und Radetzky Märschen. „Wer träumt heute, auf einer zeitgenössischen Bühne, noch so groß, wie Maurice geträumt hat“, lautet die Frage, die im Programmheft gestellt wird.

Ich habe eine Reihe von Auszügen zusammengestellt, genau wie man eine Feier vorbereitet. Oder, wie man einen Liederabend zusammenstellt, eine festliche Show, eine leichte Begegnung.  Gil Roman

Seit seiner Gründung 1987 hat das Béjart Ballet Lausanne einen bedeutenden Stellenwert in der Tanzwelt. Gil Roman, den der 2007 verstorbene Maurice Béjart selbst zu seinem Nachfolger ernannte, leitet die Compagnie seit Jahren auf höchstem künstlerischem Niveau. Maurice Béjarts großes Ziel war es immer, die Ballettwelt einem breiteren Publikum zu öffnen. Inspiriert von dieser Idee, treten Gil Roman und seine Tänzer international sowohl bei großen Events und offiziellen Empfängen als auch bei Benefizveranstaltungen auf. Das Béjart Ballet Lausanne gehört zu den wenigen Compagnien weltweit, die so große Veranstaltungsorte wie die NHK Hall in Tokyo, den Staatlichen Kremlpalast in Moskau, das Odeon des Herodes Atticus in Athen, der Palais des Congrès de Paris, das Forest National in Brüssel oder das Eisstadion Patinoire de Malley in Lausanne füllen können.

Die ständige Weiterentwicklung der Compagnie ist vor allem Gil Roman zu verdanken, dem künstlerischen Direktor der zahlreichen Tänzerinnen und Tänzer, die zurzeit aus 16 Nationen stammen. In den vergangenen Jahren hat das BBL zahlreiche Béjart-Werke, die aus dem Repertoire verschwunden waren, rekonstruiert. Sorgfältig und behutsam pflegt er das Erbe von Maurice Béjart, sowohl in der eigenen Compagnie als auch in der Vergabe der choreografischen Rechte. „Ich möchte nicht, dass das Repertoire von Maurice schlecht getanzt oder mutwillig verschleudert wird.“ Gil Roman hält das Werk Béjarts lebendig und erweitert das Repertoire beständig, fügt eigene Arbeiten hinzu und lädt hin und wieder Gastchoreografen ein wie Alonzo King, Tony Fabre, Christophe Garcia, Giorgio Madia oder Julio Arozarena und Yuka Oishi, die zur kreativen Entwicklung des Béjart Ballet Lausanne beigetragen haben. Die Mischung aus einem bewährten Repertoire und neuen Balletten entzückt das Publikum rund um den Globus.

Maurice Béjart war der Verführer des Balletts und Magier. Sein „Béjart Ballet Lausanne“ ist Legende. Das choreographische Schaffen des 1927 in Marseille geborenen Maurice Béjart umfasst eine Bandbreite von zeitkritisch-provokativen über schwärmerisch-zeitlose bis hin zu mystisch inspirierten Stücken. Béjart, der eigentlich Maurice Jean Berger hieß, fand nach einer Tanzausbildung in seiner Heimatstadt, Paris und London bereits in jungen Jahren zur Choreografie. Nach einer vergleichsweise kurzen Periode von Tanzengagements beim Königlich Schwedischen Ballett und beim Cullberg Ballet sowie in den Compagnien von Janine Charrat und Roland Petit bot sich ihm 1953 die Gelegenheit gemeinsam mit Jean Laurent die Ballets de l’ Étoile, das spätere Ballet-Théâtre de Paris, zu gründen. In „Symphonie pour un homme seul“ (1955), das er zu einer elektroakustischen Komposition für die Ballets de l’Étoile schuf, wurde dem Publikum über Nacht Béjarts außergewöhnliche Bühnenpersönlichkeit offenbar. Dem Ruhm des aus dem Zusammenschluss von Béjarts junger Compagnie und den Tänzern des Brüsseler Monnaie-Theaters entstandenen Ballet du XXe Siècle in Brüssel konnten auch die Umbenennung in Béjart Ballet Lausanne und der damit verbundene Umzug nichts anhaben. Als grundlegend für diesen Erfolg darf Béjarts ausdrucksstarke Ästhetik genannt werden, die immer das alle Künste und theatralen Ebenen integrierende Gesamtkunstwerk à la Richard Wagner mit im Blick hat. Außerdem wird in seinen choreographischen Arbeiten seine Beschäftigung mit mythischen, religiösen, philosophischen und historischen Themen sichtbar. Mit Marcia Haydée, der damalige Direktorin des Stuttgarter Balletts, entwickelte sich eine intensive künstlerische Zusammenarbeit. Seine zeitkritischen als auch seine schwärmerisch-zeitlosen Ballette scheinen seinen Tod zu überdauern: In der Gegenwart sind sie immer noch auf Ballettbühnen in aller Welt zu finden.

*Änderungen vorbehalten

 

 

 

www.bejart.ch

Besetzung

Mit Unterstützung von Pro Helvetia, Kostüme Henri Davila, Licht Dominique Roman

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