Spielplan

Gesamt

WELT AM DRAHT

Halle Beuel

Nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder

Fred Stiller wird zum Direktor des Instituts für Kybernetik und Zukunftsforschung befördert. Dort entsteht ein neuer Supercomputer, der zu Forschungszwecken das Leben einer kompletten Kleinstadt und ihrer Bewohner simuliert. Die programmierten "Identitätseinheiten", die diese virtuelle Realität bevölkern, haben Bewusstsein, Beziehungen und Gefühle wie echte Menschen. Sie halten ihre Umwelt für völlig real. Dabei stehen sie unter ständiger Beobachtung durch das Institut.

Stillers Vorgänger kam unter mysteriösen Umständen zu Tode, nachdem er eine "ungeheure Entdeckung" gemacht hatte. Lause, der Sicherheitschef des Instituts, der davon wusste, verschwindet kurz darauf spurlos – mitten in einem Gespräch mit Stiller. Als dieser nachforscht, will plötzlich niemand Lause gekannt haben. Es ist, als habe er nie existiert. Stiller fühlt sich zunehmend bedroht. Bald keimt in ihm ein furchtbarer Verdacht: Wie real ist eigentlich die Welt, in der er selbst lebt?

Die Fragen, die der von Rainer Werner Fassbinder 1973 gedrehte Thriller stellt, sind aktueller denn je: Was unterscheidet eine hochtechnisierte Gesellschaft, die über Marktforschung und soziale Netzwerke das persönliche Leben der Menschen immer transparenter, immer öffentlicher macht, überhaupt noch von einer einzigen gigantischen Echtzeitsimulation? Wie kommt man aus diesem Programm heraus? Was ist am eigenen Leben überhaupt echt? Und wenn das Ich nichts als ein fremdbestimmter Code ist, bleibt dann noch Platz für die Liebe?

MIRJA BIEL und JOERG ZBORALSKI, Hausregisseure am Bonner Schauspiel, erzeugen theatrale Welten an der Schnittstelle zwischen Schauspiel, Popkultur und Performance. In den Godesberger Kammerspielen läuft bereits seit November 2013 LEONCE UND LENA von Georg Büchner in ihrer Regie.

Hinweis | Auch bei ausverkauften Veranstaltungen besteht die Möglichkeit auf Restkarten an der Abendkasse.

 

Besetzung

Fred Stiller - Daniel Breitfelder
Eva Vollmer - Laura Sundermann
Herbert Siskins / Einstein - Andrej Kaminsky
Günther Lause / Hans Edelkern - Benjamin Berger
Gloria Fromm - Mareike Hein
Fritz Walfang - Robert Höller
Franz Hahn / Staatssekretär von Weinlaub - Hajo Tuschy
Inspektor Lehner / Rupp, Journalist - Samuel Braun
Uschi - Julia Keiling

Regie und Bühne: Biel / Zboralski
Kostüme: Petra Winterer
Musik: Jimi Siebels
Video: Krzysztof Honowski
Licht: Max Karbe
Dramaturgie: Lothar Kittstein

Regieassistenz: Elisa Hempel
Ausstattungsassistenz: Mareen Biermann
Inspizienz: Hans-Jürgen Schmidt
Soufflage: Angelika Schmidt
Regiehospitanz: Leonard Merkes

Dauer: ca. 2 Stunden

Top of Page