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TUNDRA / THEY SEEK TO FIND THE HAPPINESS THEY SEEM / FOLK

Deutschland Premiere! NATIONAL DANCE COMPANY WALES (Cardiff, GB)

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07 Apr 19:30 H
Opernhaus

Deutschland-Premiere
NATIONAL DANCE COMPANY WALES (Cardiff, GB)
TUNDRA /  THEY SEEK TO FIND THE HAPPINESS THEY SEEM / FOLK

Choreografien von Marcos Morau, Caroline Finn, Lee Johnston
Musik von Olga Sergeeva, Kitka, Akira Rabelais, The Haxan Cloack, Mariah und Jacques Offenbach, Frédéric Giraud, Adam Hurst, Mikis Theodorakis, Christina Pluhar, Sarah Nemtanu, Carlos Santana, Goldmund, Max Richter

9 Tänzerinnen und Tänzer

Aus der walisischen Hauptstadt Cardiff kommt eine kleine, aber sehr feine Compagnie, die nicht nur in Wales, sondern auch auf Touren durch Indien, China, Weißrussland, Italien und Frankreich für Staunen sorgte: Die NATIONAL DANCE COMPANY WALES. So urteilte beispielsweise die Times: „NDCWales ist zwar klein, tanzt aber ganz groß.“ Die Compagnie entwickelt Produktionen, die ihr Publikum durch außergewöhnliche und übergreifende Inszenierungen fesseln. Mit ihren herausragenden Tänzerinnen und Tänzern führt sie Tanzstücke auch an ungewöhnlichen Orten auf. Unter der künstlerischen Leiterin Caroline Finn und ihrer charakteristischen, vom Theater inspirierten Arbeitsweise, schafft die Compagnie poetische Werke, die die Menschen und ihre zahlreichen Facetten widerspiegeln. Neugier und Interesse bei Publikum zu wecken, stehen dabei immer im Vordergrund.

 

Bisher standen zwei der drei Teile des Gastspiels fest. Nun steht auch der dritte Teil auch fest: TUNDRA des  spanischen Choreografen Marcos Morau, Künstlerischer Leiter der angesagten spanischen Compagnie LAVERONAL .

 

TUNDRA wurde von Marcos Morau für die Herbstsaison 2017 in Cardiff kreiert. Inspiriert durch die Revolution in Russland zu Zeiten der Sowjetunion, baute der Choreograph Elemente des altertümlich Russischen Volkstanzes in die Choreografie mit ein, um die Reise zurück in diese Geschichte zu verdeutlichen. Für Marcos Morau ist eine Revolution nur als eine Vereinigung zwischen Menschen möglich und nicht als Ergebnis individueller Bemühungen. TUNDRA ist ein kraftvolles Werk, das die Stärke von Kommunikation, Zusammenarbeit und Zuhören zwischen den Tänzern widerspiegelt.

 

They SEEK To Find The Happiness They Seem von Lee Johnston beschäftigt sich mit der Trennung und Distanzierung, die in einer Beziehung stattfinden kann. Es werden neu zusammengestellte Bildausschnitte aus der Popkultur verwendet, mit denen wir uns unbewusst alle verbunden fühlen. Die Choreografin hat Musik des britischen in Hameln geborenen Komponisten Max Richter gewählt, der auch durch seine Zusammenarbeit mit dem „Choreographer in Resident“ am Londoner Royal Ballet Wayne McGregor bekannt ist. Max Richter entzieht sich jeder Definition. Er mag ein Rätsel sein, unbestreitbar aber ist er einer der produktivsten Künstler seiner Generation. Gleichermaßen inspiriert von den Beatles und von Bach, von Punk Rock und Ambient, verschmilzt Richter barocke Schönheit mit minimalistischer Methodik, klassische Orchestrierung mit moderner Technologie. Sein gewaltiges Oeuvre umfasst Konzertmusik, Opern, Ballette, Kunst- und Video-Installationen, Musik für Film, Theater und Fernsehen sowie eine Reihe viel gepriesener Solo-Alben, die Dichtung und Literatur einbeziehen.

 

„Ich war von der undurchdringlichen Innenwelt der Paare fasziniert; ihre besonderen Routinen, die unausgesprochenen Vereinbarungen und die Spannungen, die sich zwischen zwei Menschen aufbauen und entladen können. Ich war von den stillen, subtilen Momenten gefesselt, von den Momenten, in denen sich etwas unwiderruflich verändert. Berühmte Tanzduos aus den Filmen der 1930er-Jahre waren als romantische Vorbilder der Popkultur stets ein Bezugspunkt, um das Stück neu auszurichten, zu verändern oder in eine Gegenposition zu bringen.“ (Lee Johnston)

 

FOLK zeigt das Leben und zwischenmenschliche Spannungen mit Finns schwarzem Humor und in ihrem eigensinnigen und mitreißenden Choreografie-Stil. Soziale Dynamiken werden erforscht; vertraute und surreale Szenen und Charaktere werden in einer vielschichtigen und bezaubernden Musiklandschaft zum Leben erweckt. Die verdorrten, schneebedeckten Äste eines umgedrehten Baums ragen von oben in den Bühnenraum. Darunter fegt ein Tänzer einen Laubhaufen zusammen. Als er fertig ist, erhebt sich aus den herabgefallenen Blättern ein weiterer Tänzer. Währenddessen stehen und sitzen die übrigen Tänzerinnen und Tänzer als eingefrorenes Bild auf einer Bank. Die Szenerie ist düster. Wie Schattenwesen wirken die neun Tänzer, gekleidet in zusammengewürfelten Kostümen wie von Clochards. So fängt das Werk Folk an, es vereint verschiedene „Tableaux vivants“, die sich an Gemälden des 17. und 18. Jahrhundert orientieren, mit dynamischen Soli und Ensembletänzen zu stampfenden Beats.

Seit 2015 ist Caroline Finn die künstlerische Leiterin der NDCWales. 2016 war sie Jurymitglied der Copenhagen International Choreographer Competition. Als Tänzerin arbeitete Caroline Finn mit dem Ballett

Theater München (BTM) unter der Leitung von Philip Taylor; mit dem Ballet Preljocaj (Frankreich), bei der Compagnie Carolyn Carlson (Frankreich) sowie für Jochen Heckmann und Johanna Richter. Seit 2009 ist sie freiberufliche Tänzerin und Choreografin. Ihr gefeiertes Solostück Bernadette wurde auf internationalen Festivals in Aix-en-Provence, München, Luzern, Berlin, Krakau, Paris und Südkorea gefeiert.

 

 

www.ndcwales.co.uk

 

Besetzung

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