Spielplan

Gesamt

METROPOLIS

Halle Beuel

Nach dem Film von Fritz Lang und Thea von Harbou
Für die Bühne bearbeitet von Jan-Christoph Gockel und David Schliesing

METROPOLIS. Stadt der Superlative: Häuserschluchten aus Beton, kilometerlange Straßen und Massenverkehrsmittel. Ein steingewordenes Monument menschlicher Genialität und des Größenwahnsinns. Über allem thront Joh Fredersen, Herrscher von Metropolis. Darunter, tief im Erdreich gelegen: die Stadt der Arbeiter.

MASCHINE. Tausende verrichten hier an gigantischen Maschinen ihre eintönige Arbeit, um der Elite an der Oberfläche ein unbeschwertes Leben zu ermöglichen. Fritz Langs expressionistisches Filmmeisterwerk entwirft eine Zweiklassengesellschaft, in der die Menschen an Maschinen gebunden sind, von deren Nutzen aber nur wenige profitieren.

MENSCH. Joh Fredersens Sohn Freder will es wissen: Wie leben die Menschen im unteren Teil der Stadt, deren Ausbeutung das Fundament für sein luxuriöses Leben bildet? Er steigt hinab und begegnet Maria, die verzweifelt versucht, die zum Aufstand bereite Arbeiterklasse vom Umsturz abzuhalten…

ARBEIT. Der westlich sozialisierte Mensch des 21. Jahrhunderts ist kein Schwerstarbeiter im körperlichen Sinne mehr, und doch arbeitet er hart. Er ist Leistungsethiker und Sklave eigener Überzeugung. Selbstverantwortung, Selbstoptimierung und Selbstmanagement feiern ihren Siegeszug durch die moderne Arbeitswelt.

PUPPEN. Jan-Christoph Gockels Theaterprojekt eröffnet die frisch entkernte Halle Beuel. Deren Fabrikarchitektur verweist zurück auf die Hochzeit der Industrialisierung, die auch Fritz Lang zu seinem Film inspirierte. Eigens angefertigte Puppen verdoppeln die handelnden Personen auf der Bühne. Die Inszenierung begibt sich auf die Suche nach dem neuen Menschen im Metropolis unserer Zeit.

JAN-CHRISTOPH GOCKEL studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst ≫Ernst Busch≪, Berlin. Seine Wiener Performance PSYCHIATRIE! war 2010 für den Nestroy-Preis nominiert und wurde wie 2013 seine Berner Trilogie der Träume zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Seine Uraufführung von Balkanmusik am Staatstheater Mainz war 2011 bei den Autorentheatertagen in Berlin zu sehen.

 

Besetzung

Joh Fredersen - Wolfgang Rüter
Freder Fredersen - Hajo Tuschy
Maria/Maschinenmensch - Mareike Hein
Rotwang - Michael Pietsch
der Schmale - Andrej Kaminsky
Josaphat - Benjamin Grüter
Georgi - Robert Höller

Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Amit Epstein
Puppenbau: Michael Pietsch
Musik: Matthias Grübel
Licht: Max Karbe
Dramaturgie: David Schliesing
Regieassistentin: Elisa Hempel
Ausstattungsassistent: Ansgar Baradoy, Pascal Seibicke
Inspizient: Andreas Stubenrauch
Souffleuse: Angelika Schmidt
Regiehospitanz: Barbara Buterus, Leonard Merkes
Ausstattungshospitanz: Johanna Bajohr, Maike Gambke

Dauer: 3 Stunden inkl. Pause


Songcredits:

WIR SIND DIE ROBOTER
im Original von Kraftwerk
arrangiert und eingespielt von Matthias Grübel
performed vom Ensemble

RACHEL'S SONG [MARIA'S SONG]
im Original von Vangelis
arrangiert und eingespielt von Matthias Grübel
gesungen von Irina Simmes

I FEEL YOU
im Original von Depeche Mode
arrangiert und eingespielt von Matthias Grübel
gesunge