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Gesamt

JÉRUSALEM

Wiederaufnahme

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Letzte Aufführung 03 Mai 19:30 H
Opernhaus

Giuseppe Verdi

Oper in vier Akten [sieben Bildern]
auf ein Libretto von Alphonse Royer und Gustave Vaëz
nach dem Libretto I LOMBARDI ALLA PRIMA CROCIATA von Temistocle Solera
Szenische deutsche Erstaufführung der französischen Originalfassung
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Koproduktion des Theater Bonn mit dem Theater ABAO Bilbao

Dauer: ca. 3 Stunden (Pause nach 100 Minuten)

Nachdem Verdi nach seinen frühen Erfolgen bereits international bekannt geworden war, wollte auch die Pariser Oper ein Werk des Komponisten als Grand opéra aufführen. Verdi plante darauf zunächst, seine Oper ATTILA aus dem Jahr 1846 für die französische Metropole umzuarbeiten, entschied sich dann aber für seine 1843 entstandene Oper I LOMBARDI ALLA PRIMA CROCIATA, wofür die Librettisten Alphonse Royer und Gustave Vaëz (eigentlich Jean-Nicolas-Gustave Van Nieuwenhuysen) verpflichtet wurden, Soleras Originallibretto in einer französischen Fassung zu überarbeiten. Nach allgemeiner Einschätzung machte das die handelnden Personen glaubwürdiger.

Im Kern begegnen wir einer spannenden Kreuzritter-Geschichte aus dem 11. Jahrhundert – und dennoch: Einer Oper namens JÉRUSALEM von Giuseppe Verdi wird man in den meisten Opernführern nicht begegnen, obwohl sie im Entstehungsjahrhundert 40 Jahre lang ständig und erfolgreich aufgeführt wurde – aber tatsächlich fast nur in Frankreich. Die Handlung spielt in den Jahren 1095 – 1099 in Toulouse und Palästina mit leidenschaftlicher Romeo und Julia- und inzestuöser Onkel-Nichte-Verwicklung, orientalischem Harems- und Kriegerdrama und mitreißendem Liebes-, Reue- und Sieges-Happy-End. Verdi hat für diese Version seiner LOMBARDI-Oper teilweise vollkommen neue Musik komponiert, die große Tenorpartie des Gaston praktisch neu konzipiert und dem Geschmack des französischen Publikums angenähert. Innerhalb der Reihe mit frühen Verdi-Opern nimmt JÉRUSALEM in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeposition ein, zeigt aber die Bandbreite des Komponisten (und die ihm bereits hier eignenden Möglichkeiten) in großer Deutlichkeit.

Hinweis | Auch bei ausverkauften Veranstaltungen besteht die Möglichkeit auf Restkarten an der Abendkasse.

Einführungsgespräch
Opernfoyer | So, 17. Jan 2016, 11h

 

Besetzung

Gaston, Vicomte von Bearn Felipe Rojas Velozo
Der Graf von Toulouse Giorgos Kanaris
Roger, Bruder des Grafen Martin Tzonev
Helene, Tochter des Grafen Anna Princeva
Isaure, Vertraute Helenes Brigitte Jung
Adhemar de Monteil, Päpstlicher Legat Leonard Bernad
Schildknappe Gastons Christian Georg
Der Emir von Ramla Ivan Krutikov
Der Offizier des Emirs Josef Michael Linnek / Christian Specht (WA)
Ein Herold Algis Lunskis
Ein Soldat Enrico Döring


Chor des Theater Bonn
Extrachor des Theater Bonn
Beethovenorchester Bonn


Musikalische Leitung Will Humburg
Inszenierung Francisco Negrin
Bühnenbild Paco Azorín
Kostüm Domenico Franchi
Licht Thomas Roscher
Video Joan Rodón
Choreinstudierung Marco Medved


Regieassistenz und Abendspielleitung Ensemble Mark Daniel Hirsch / Angela Kleopatra Saroglou
Studienleitung Julia Strelchenko
Korrepetition Igor Horvat, Miho Mach
Musikalische Assistenz NN
Inspizienz Tilla Foljanty
Sprachcoach Maria Teresa Picasso-Menck
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