Spielplan

Gesamt

BENVENUTO CELLINI

Bilder Karten kaufen

Premiere 01 Nov 18:00 H
06 Nov 19:30 H
22 Nov 18:00 H
03 Dez 19:30 H
13 Dez 16:00 H
27 Dez 18:00 H
02 Jan 19:30 H
Letzte AufführungAusverkauft 13 Feb 19:30 H
Opernhaus

Hector Berlioz
Opéra comique
Text von Leon de Wailly und Henri Auguste Barbier
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Produktion des Staatstheaters Nürnberg

Hinweis | An allen Aufführungsterminen gibt es ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn eine Einführung durch unsere Opernführer. Sprechen Sie sie an!

Hätte der Bildhauer, Goldschmied, Kunsttheoretiker und Autobiograph Benvenuto Cellini (1500 – 1571) nicht gelebt, die Romantiker – oder zumindest der mit seiner Erfolglosigkeithadernde Hector Berlioz (1803 – 1869) – hätten ihn sich als idealen Ausdruck für Künstlertum, Rebellion und höchste gesellschaftliche Anerkennung erfinden müssen: Bewegte sich doch Benvenuto Cellinis Leben scheinbar virtuos zwischen Verbrechen und päpstlicher Gnade, vollendeter skulpturaler Finesse und Flucht, umfassender humanistischer Bildung und einem derart hitzigen Temperament, dass er allenthalben bereit war, seinen Gegnern den Säbel in den Leib zu rammen … Sichtlich angesteckt von diesem rabiaten Furor (Die Partitur ist blankgeputzt und glänzend wie ein neuer Degen.) hat Berlioz seinerstes Bühnenwerk als Künstlerdrama zwischen Liebe, Mord und drohender Hinrichtung emotional hoch aufgeladen und als dramatische Verdichtung von Cellinis Leben angelegt. Vor allem aber warf er in seiner »romantischen« Maßlosigkeit klassische Kompositions-Tugenden wie Ausgewogenheit und Proportion kühn über Bord, um eine bis dato unerhörte Intensität und Vielfalt an Klangfarben, Spannung und Ausdehnung der Kontraste zu gewinnen. So schuf Berlioz ein »karnevaleskes« Meisterwerk des Musiktheaters, das große bewegte Massen ebenso kennt wie intime lyrische Stellen, das grelle Lachen der commedia wie den existentiellen Ernst der Liebe.

Da BENVENUTO CELLINI bei der Uraufführung 1838 in Paris kein Erfolg beschieden war, geriet das Werk bald in Vergessenheit. Franz Liszt war es schließlich, der Berlioz zu einer straffenden Überarbeitung animieren konnte und die Oper 1852 in Weimar herausbrachte. In dieser Weimarer Fassung erlebte BENVENUTO CELLINI seine großen Erfolge – und legte den Grundstein dafür, dass Berlioz heute zu den großen Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts zählt.

Einführungsgespräch
Opernfoyer | So, 18. Okt 2015, 11h

… und außerdem …
Musik und Medizin – Ein umrahmtes Gespräch
Opernfoyer | Mo, 16. Nov 2015, 19.30h

Besetzung

Mit der Einstudierung dieses Werkes verabschiedet sich Generalmusikdirektor Stefan Blunier von seinem Bonner Opernpublikum.

Benvenuto Cellini, florentinischer Goldschmied - Mirko Roschkowski
Giacomo Balducci, Schatzmeister des Papstes - Martin Tzonev
Teresa, Balduccis Tochter - Anna Princeva
Fieramosca, Bildhauer des Papstes - Csaba Szegedi
Papst Clemens VII. - Rolf Broman
Pompeo, ein gedungener Schläger, Freund von Fieramosca - Johannes Mertes
Ascanio, Cellinis Lehrling - Marta Wryk
Bernardino, Künstler aus Cellinis Werkstatt - Daniel Pannermayr
Francesco, Künstler aus Cellinis Werkstatt - Jon Runar Arason [6.11. | 3., 27.12.] / Jonghoon You [P]
Tänzerinnen und Tänzer - Sarah Verena Bockers, Sandra Huber, Shan-Li Peng, James Atkins, Nikos Konstantakis, Danilo Louzao Barquero, Tim Čečatka

Opernchor und Statisterie des Theater Bonn
Beethoven Orchester Bonn
Petit Chœur

Musikalische Leitung: Stefan Blunier
Inszenierung, Choreographie: Laura Scozzi
Mitarbeit Choreographie: Olivier Sferlazza
Bühne: Barbara de Limburg
Kostüme: Jean Jacques Delmotte
Choreinstudierung: Marco Medved
Regieassistenz: Mark Daniel Hirsch
Musikalische Assistenz: Stephan Zilias
Musikalische Einstudierung: Christopher ArpinChristopher SprengerAdam SzmidtThomas Wise
Inspizienz: Karsten Sandleben
Soufflage: Stefanie Wüst
Sprachcoach: Dr. Maria Teresa Picasso-Menck
Leitung Statisterie: Hans-Jürgen Diekmann
Regiehospitanz: Alina Fischer

Aufführungsdauer:  ca. 2 Stunden 45 Min. mit einer Pause nach dem 1. Akt

Top of Page