Spielplan

Gesamt

HELMUT KOHL LÄUFT DURCH BONN

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Premiere 18 Dez 20:00 H
23 Dez 20:00 H
Ausverkauft 27 Dez 20:00 H
07 Jan 20:00 H
09 Jan 20:00 H
14 Jan 20:00 H
16 Jan 20:00 H
17 Jan 20:00 H
22 Jan 20:00 H
28 Jan 20:00 H
04 Feb 20:00 H
16 Feb 20:00 H
23 Feb 20:00 H
18 Mrz 20:00 H
22 Mrz 20:00 H
30 Mrz 20:00 H
01 Apr 20:00 H
10 Apr 20:00 H
26 Apr 20:00 H
21 Mai 20:00 H
Letzte Aufführung 20 Jun 20:00 H
Werkstatt

Uraufführung
von Nolte Decar

Wer im goldglänzenden Rampenlicht oder gar an der Spitze der Gesellschaft steht, hat stets dasselbe Problem. Man wird aufmerksam und wachsam beobachtet und, schlimmer noch, das öffentliche Abbild droht in der kollektiven Wahrnehmung stets durch den Fleischwolf medialer und machtpolitischer Interessen gedreht zu werden. Und das kann, je nach Stimmungslage, pendeln zwischen gut, schlecht oder irgendwas dazwischen. Ob dieses ≫Image≪ mit der Person übereinstimmt, also authentisch ist oder nicht, ist dabei ganz egal. So ist das auch mit Helmut Kohl, ambivalente Politikerpersönlichkeit und 16 Jahre lang König von Deutschland.

Grund genug für das Autorenduo Nolte Decar [eigentlich Jakob Nolte und Michel Decar], ein nicht ganz ernst gemeintes dramatisches Portrait dieses großen Mannes zu entwerfen, voller Wortgefechte, Triumphe, Niederlagen, Intrigen und historischer Halbwahrheiten bis hin zu frechen Lügen. Die beiden Nachwuchsdramatiker, deren Arbeiten bereits bei den Werkstatttagen am Wiener Burgtheater und beim F.I.N.D.-Festival an der Berliner Schaubühne zu sehen waren, verfahren dabei medienkritisch konsequent, googeln zusammen, was das Internet zum Thema ≫Helmut Kohl≪ ausspuckt. Wie eine Kaleidoskopmaschine mixen die Autoren als DJs der Sprache in wort- und irrwitzigen Szenen Zitate aus Literatur, Film, Popkultur, Geschichte und Politik. Dort treffen sich Figuren, die einander nie begegnet sind. Ihr absurdes Königsdrama lässt nicht nur die alte Bundeshauptstadt Revue passieren, sondern auch alte Bekannte, Rivalen, Herausforderer und Diktatoren auftauchen und feiert ein Wiedersehen mit Hannelore Kohl, Genscher, Schmidt, Strauß, Schröder, Didi Hallervorden und vielen anderen.

Das neue Stück von Nolte Decar ist ein trashsehnsüchtiges, monumentales Polit-Drama, das mit biografischen Ambivalenzen und den vielen Images von Helmut Kohl konsequent wahnwitzig spielt  und uns auf eine erst kürzlich vergangene Epoche, die Geschichte geschrieben hat, zurückblicken lässt, mit einem weinenden und mindestens zwei lachenden Augen.

Markus Heinzelmann, von 2004 bis 2011 künstlerischer Leiter am Theaterhaus Jena, ist ein Experte für postmoderne, zeitgenössische Dramatik. Am Schauspielhaus Hamburg inszenierte er u. a. Uraufführungen von Oliver Kluck, Oliver Bukowski und Rebekka Kricheldorf, häufig in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen.

Besetzung

Es spielen:

Mareike Hein
Julia Keiling
Bernd Braun
Samuel Braun
Robert Höller
Sören Wunderlich

Regie: Markus Heinzelmann
Bühne und Kostüme: Christoph Ernst
Licht: Lothar Krüger
Dramaturgie: David Schliesing

Regieassistenz: Elisa Hempel
Inspizient: Horst-Günter Tomanek
Souffleuse: Miklós Horváth
Regiehospitanz: Barbara Buterus

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