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ANSICHTEN EINES CLOWNS

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30 Okt 19:30 H
15 Nov 19:30 H
21 Dez 18:00 H
Kammerspiele

Nach dem Roman von Heinrich Böll

Hans Schnier, Sohn aus reichem Hause, will lieber ein ehrlicher Clown als ein Heuchler sein. Sechs Jahre hat er mit Marie in wilder Ehe gelebt, nun will sie ihn verlassen, weil er die zu erwartenden Kinder nicht katholisch erziehen mag. Schnier ist diesem Verlust nicht gewachsen. Am Ende sitzt er als traurige Gestalt, zum Bettler degradiert, inmitten des Karnevalstreibens auf den Stufen des Bonner Bahnhofs und wartet auf Marie, die von ihrer Hochzeitsreise mit einem ≫ehrwürdigen≪ Katholiken zurückkehrt.

Ich bin ein Clown, im Augenblick besser als mein Ruf. Und es gibt ein katholisches Lebewesen, das ich notwendig brauche: Marie – aber ausgerechnet die habt ihr mir genommen. Heinrich Bölls berühmter Roman ist eine sensible, politische Liebesgeschichte. Bernd Braun, der in Bonn bereits viele zerrissene Charaktere verkörperte, spielt den an der Maskerade der bigotten Nachkriegsjahre verzweifelnden Außenseiter.

ALICE BUDDEBERG inszenierte schon mehrfach große Stoffe als Einpersonenstücke, so z. B. DAS SCARLETT O’HARA SYNDROM am Schauspiel Frankfurt. Sie bringt Bölls Ansichten eines Clowns auf die Bühne als eine Liebeserklärung an den Kampf des Einzelnen gegen eine hartherzige Gesellschaft.

Besetzung

Mit Bernd Braun

Regie: Alice Buddeberg
Kostüme: Nina Wellens
Licht: Max Karbe
Dramaturgie: Martin Hammer

Regieassistenz: Alina Werner
Inspizient: Hans-Jürgen Schmidt / Andreas Stubenrauch/ Horst Günter Tomanek
Soufflage: Alina Werner / Miklós Horváth/ Angelika Schmidt

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