Spielplan

Gesamt

WAFFENSCHWEINE

Bilder Karten kaufen

16 Okt 19:30 H
18 Okt 19:30 H
24 Okt 19:30 H
Fällt aus 31 Okt 19:30 H
21 Nov 19:30 H
12 Dez 19:30 H
16 Jan 19:30 H
21 Feb 19:30 H
15 Mrz 18:00 H
Letzte Aufführung 02 Apr 19:30 H
Kammerspiele

Uraufführung
Ein Theaterprojekt über schlagende Verbindungen
Von Nicola Bramkamp und Volker Lösch
Nach dem Stück BIER, BLUT UND BUNDESBRÜDER von Gesine Schmidt

Füchse, Burschen, Alte Herren, Bundes-, Farben-, Waffenbrüder. Es gibt viele Geschichten und Mythen über die Mensur, den Schmiss, den Zipfeltausch oder die Couleurdamen. Mannerbünde, für viele eine fremde Welt. ≫Ehre, Freiheit, Vaterland≪ lautete der Wahlspruch der Urburschenschaft von 1815 als Resultat der Befreiungskriege gegen die französische Hegemonie in Europa. Für die Burschenschaften gilt diese Devise noch heute. Viele Studentenverbindungen bekennen sich zu ihren traditionellen Werten.

≫Mein Eintritt in die Burschenschaft war ein bewusster Schritt – und ich habe ihn niemals bereut. Letztlich konzentriert sich die Kritik an den Korporationen immer auf die eine Frage: Passt das noch in unsere Zeit? Meine Antwort lautet stets: Offensichtlich! Sonst würden sich ja nicht so viele Studenten dafür entscheiden. Es ist ein gutes Recht der Akademiker, sich zu einem Lebensbund zusammenzuschließen, Farben tragen, aber auch zechen und fechten zu wollen.≪ So äußerte sich Günter Kießling [1925–2009], Bundeswehrgeneral und Bonner Burschenschafter.

Studentische Verbindungen polarisieren. Allein an den Bonner Hochschulen sind etwa fünfzig verschiedene Verbindungen ansässig, einige davon seit über 150 Jahren. Worin liegt heute die Anziehungskraft studentischer Verbindungen? Welche Rituale und Brauchtümer werden gepflegt? Welche Wertvorstellungen und Weltbilder dominieren? Wo liegen die historischen Wurzeln, wo die Anbindungen zur gegenwärtigen Gesellschaft?

Der Regisseur VOLKER LÖSCH, Lessingpreisträger 2013, zählt seit Jahren zu den politischsten Regisseuren des Landes. Seine Hamburger Arbeit Marat, was ist aus unserer Revolution geworden wurde 2009 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, seine Inszenierung Rote Erde am Schauspiel Essen war 2013 zu Gast beim NRW Theatertreffen. GESINE SCHMIDT wurde für ihre dokumentarischen Theaterstucke [u. a. Der Kick in Zusammenarbeit mit Andres Veiel] mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden für die Hörspielfassung von Oops, wrong planet! Gemeinsam mit der Autorin begibt sich Lösch auf eine theatrale Recherche auf der Grundlage historischer Dokumente und dokumentarischer Texte. Ein tiefer Blick in die urdeutsche, männliche Seele und Stoff für polarisierende Diskussionen.

Hinweis | Auch bei ausverkauften Veranstaltungen besteht die Möglichkeit auf Restkarten an der Abendkasse.

Weiterführendes | BURSCHENSCHAFTER GEGEN NEONAZIS: „WAFFENSCHWEINE“ - ERSTES THEATERSTÜCK ÜBER RECHTE BURSCHENSCHAFTEN AM THEATER BONN

Radiobeitrag: Theaterstück über Studentenverbindungen [domradio.de] 13.05.2014, 5:10 Min.

 

Besetzung

Es spielen:

Sophie Basse
Benjamin Berger
Samuel Braun
Daniel Breitfelder
Glenn Goltz
Benjamin Grüter
Robert Höller
Jonas Minthe
Hajo Tuschy

Regie: Volker Lösch
Bühne und Kostüme: Cary Gayler
Licht: Helmut Bolik
Musik: Johannes Winde
Dramaturgie: Nicola Bramkamp

Regieassistenz: Katharina Nay
Ausstattungsassistenz: Carla Friedrich
Dramaturgieassistenz: Adrian Jager
Inspizient: Andreas Stubenrauch
Soufflage: Angelika Schmidt

Dauer: ca. 100 Minuten

Top of Page