Schauspiel

Monatsspielplan

FRAU MÜLLER MUSS WEG

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Premiere 29 Mrz 19:30 H
04 Apr 19:30 H
03 Mai 19:30 H
11 Mai 19:30 H
19 Mai 18:00 H
05 Jun 19:30 H
Schauspielhaus

Komödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz
Regie Jens Groß

 

Die Elternschaft der Klasse 4b ist alarmiert. Denn ihrer völlig objektiven Meinung zufolge ist das Klima in der Klasse schlecht. Die Kinder wollen nicht in die Schule gehen, die schriftlichen Noten sind abgesackt und die Gesamtatmosphäre ist eine absolute Katastrophe. Das alles wäre schon schlimm genug, ständen nicht in drei Monaten auch noch die entscheidenden Übergangszeugnisse an. Dann wird sich zeigen, wer den Sprung aufs Gymnasium schafft – und wer eben nicht. Und so sitzt eine Delegation aus fünf entschlossenen Erwachsenen auf Kinderstühlchen, bereit, dem Feind ins Auge zu sehen. Und der Feind in dieser brenzligen und pädagogisch inakzeptablen Situation ist ganz klar: Frau Müller! Drei Jahre lang war sie eine ganz annehmbare Klassenlehrerin, nun scheint sie aber offensichtlich an psychischen Problemen zu leiden, heult vor der Klasse und hat den Kindern gegenüber jegliche Objektivität verloren. Für die Eltern steht jedenfalls fest, dass sie den pädagogischen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist, und darum ist die Entscheidung gefallen, ihr das Vertrauen endgültig zu entziehen. Doch dann läuft alles aus dem Ruder, denn Frau Müller, Pädagogin aus Leidenschaft, mit Prinzipien und 19 Jahren Berufserfahrung, schlägt zurück!

 

Voller Humor zeichnen Lutz Hübner und Sarah Nemitz das Bild einer Generation zwischen Förderwahn und Wohlstandsverwahrlosung; einer Leistungsgesellschaft, in der man sich vor Erziehungsratgebern nicht mehr retten kann und nur noch ein Gymnasialabschluss in Frage kommt. Als präziser Beobachter von Gesellschaft und Gegenwart ist Lutz Hübner einer der meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker.

 

Regisseur und Schauspieldirektor Jens Groß nimmt sich nach dem großen Erfolg von Yasmina Rezas KUNST erneut eine Komödie vor, die bei allem Witz und Klamauk zutiefst menschliche und gesellschaftliche Abgründe offenlegt und die Frage stellt, was aus dem aufklärerischen Ideal von Bildung heute eigentlich geworden ist. 

Besetzung

Regie: Jens Groß

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