Kinderoper:
DIE SCHWARZE SPINNE
von Judith Weir/Benjamin Gordon
Kinderoper in zwei Akten nach Motiven aus Die sc hwarz e Spi nne
von Jeremias Gotthelf und einem Zeitungsartikel aus The Times
Neufassung von Benjamin Gordon (2008)
Die Geschichte beginnt in alter Zeit in einem Dorf zwischen den hohen Bergen der Karpaten. Dort
drangsaliert Graf Heinrich die Bevölkerung: In nur sieben Tagen soll ein kahler Felsen in einen dichten Buchenwald verwandelt werden, ansonsten droht allen der Tod. Die verzweifelten Dorfbewohner erhalten unerwartet Hilfe von einem geheimnisvollen Jäger, der den geforderten Buchenwald wie aus dem Nichts hervorzaubert. Als Gegenleistung fordert er das Mädchen Christine zur Frau, ein Handkuss besiegelt diese merkwürdige Verlobung. Doch Christine verschweigt, dass sie bereits Carl versprochen ist, und als am Hochzeitstag Carl auf das Jawort seiner Braut wartet, wächst aus Christines Hand eine schwarze Spinne, die im Dorf und auch in Graf Heinrichs Burg große Verwüstungen anrichtet. Christine gelingt es schließlich, die Spinne einzufangen und sie ins nahe gelegene Krakau zu bringen, um sie dort in der neu errichteten Königsgruft einzusperren …
500 Jahre später wird die Gruft für archäologische Untersuchungen geöffnet, eine Reihe mysteriöser
Todesfälle begleiten die Forschungsarbeiten. Ist die schwarze Spinne zurückgekehrt?
Die britische Komponistin Judith Weir bewegt sich in ihrer 1985 uraufgeführten Kinderoper gekonnt
durch die verschiedenen Epochen der Erzählung. Romantische Melodien, mittelalterliche Volkslieder und spannungsreiche Klänge erzeugen den akustischen Raum für ein schaurig-schönes Musiktheatererlebnis, das in Bonn von Mark Daniel Hirsch mit phantasievollen Bildern in Szene gesetzt wird.
Besetzung
Musikalische Leitung: Ekaterina Klewitz/Sibylle Wagner
Inszenierung: Mark Daniel Hirsch
Bühnenbild: Uta Heiseke
Kostüme Dieter Hauber
Licht: Sirko Lamprecht
Einstudierung Kinder- und Jugendchor: Ekaterina Klewitz
Dramaturgie: Sabine Radermacher
Christine: Kristina Fedotova/Nasrin Ibrahim
Graf Heinrich: Stella Kohen/Arnold Trautwein
Seine Leibgarde: Linda Bräm /Teresa Sandmann; Alica Camp/Julia Seitz; Nasrin Farrokhi/Oline Kuhlmann; Emmelie Lempert/Kimberly Zimmer; Daniel Lambertz e Bayas / Paul Lunkenheimer; Ruth Nigges / Tautvydas Slizauskas
Der grüne Jäger: Lewon Sargisian/Carina Schwarzenberg
Seine Schatten: Yvonne Becker/Scarlett Pulwey; Judith Hidalgo/Carina Reuter; Christina Batt/Karolin Lauck; Jona Bonhoeffer/Maria Honecker; Hannah Rabenau / Vera Wüllmer; David Schmidt / Andreas Theobald; Konrad Eilers
Carl: Josef Bolten/Oliver Emonds
Caprice: Alina Plein/Isabella Walberer
Zwei Damen: Stella Kretschmer, Benedikt Breuer/David Hidalgo
Der Herold: Alma Gentile/Sophia Linden
Veit Stoß aus Nürnberg Amelie Conrad/Rosa Singer
Jörg Huber aus Passau. Kim Emde/Leonie Hidalgo
Der Erzbischof von Krakau: Simon Webb
Ein Priester, ein Arbeiter: Oliver Geffers/Camilla Heldt
Ein EMO, eine Archäologin, ein Museumsdirektor, eine Pathologin: Irene Galounts/Matomene Hohengarten
Dorfbewohner und Edelleute: Kinder- und Jugendchor des Theater Bonn
Orchester der Jungen Oper Bonn
Kritiken
Sibylle Wagner und Ekaterina Klewitz haben mit dem großen Kinder- und Jugendchor eine vergnügliche, inspirierende, spannende Musiktheater-Aufführung erarbeitet. Die 75 Minuten im Alten Malersaal mit Caprice und Kollegen machen richtig Spaß.
BONNER GENERAL-ANZEIGER, 8. März 2010
Überhaupt gehörte zum Besten, wie Regisseur Mark Daniel Hirsch und Bühnenbildnerin Uta Heiseke den Raum in Besitz nahmen für Judith Weir, die britische Komponistin mit dem Faible für Fantasy. Die Musik produzierte Sibylle Wagner mit großem Orchester und jungen Vokalisten sehr schön. Die Spielszenen, die Hirsch den Akteuren anvertraut machten lustige Gänsehaut. Das Zweitgrößte des Nachmittags war der Beifall.
BONNER RUNDSCHAU, 9. März 2010
Fragen und Kommentare zum Stück
Also ist es eher nichts mehr für eine 15jährige? Was würden sie da empfehlen?
Das Sujet der SCHWARZEN SPINNE geht auf eine Erzählung von Gotthelf zurück und zählt zur Weltliteratur, ist von daher zeitlos. Außerdem ist die Oper sehr raffiniert komponiert, so daß auch Jugendliche und Erwachsene spannend unterhalten werden.
Ganz sicher geeignet ist DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN von Prokofiew - eine unterhaltsame Geschichte, anspruchsvolle, aber nachvollziehbare Musik und eine großartige Inszenierung, die alle Möglichkeiten des Theatralischen ausschöpft.
Vorstellungen am: 20.2., 27.2., 9.3., 28.3., 4.4., 16.4.
Oder die nächste Neuinszenierung: Donizettis liebenswürdig-komische Oper DER LIEBESTRANK. Premiere: 7.3.10 und dann: 13.3., 19.3., 30.3., 9.4., 16.4.
Viel Freude in der Oper! Ihr THEATER BONN
Gibt es Vorstellungen für Schulklassen?
Bitte setzen sich mit unserer Theaterpädagogik in Verbindung:
marita.ragonese@bonn.de oder yvonne.schwartz@bonn.de
Das Ganze hört sich ja ein wenig bedrohlich an. Wie ist denn die Altersempfehlung für diese Oper?
Einen kleinen Gruselfaktor wird es geben, dennoch ist das Stück speziell für Kinder geschrieben und wird von Kindern aufgeführt werden. Unsere Empfehlung: 9 Jahre.
Wie lange dauert die Aufführung?
Dauer: ca. 75 Minuten ohne Pause.
















