DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER

nach Johann Wolfgang von Goethe

Der traurige wie überschwängliche Held aus Goethes Kultroman ist ein Außenseiter, eine kranke Seele, ein Sorgenkind des Lebens. Ausgestattet mit einem übergroßen Empfindungsvermögen verlangt es Werther nach Erfahrungen gesteigerter Intensität. In seiner Egomanie und Exzentrik stilisiert er sich zum Kämpfer gegen Mittelmaß und Konventionen. Doch zugleich sucht er nach Anbindung, nach Liebe, nach einem Ort, wo er dazugehört – nach einer Familie. Und so nistet er sich im bürgerlichen Haushalt von Albert und Lotte ein. Die beiden fühlen sich angezogen, irritiert, befremdet und in Frage gestellt von Werther und seinen Gefühlsexzessen – irgendwann wissen sie, dass sie ihn loswerden müssen, wenn nicht die Ordnung der Dinge ganz und gar durcheinandergeraten soll. Es entwickelt sich eine gefährliche, emotional aufgeladene Dreierkonstellation.

Franziska Marie Gramss, Jahrgang 1981, studierte Regie an der Folkwang Hochschule in Essen. Sie inszenierte bisher in Trier, Koblenz, Baden-Baden, am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt. Mit ihrer außergewöhnlichen und heiß diskutierten Inszenierung von Lessings Klassiker NATHAN DER WEISE gab sie 2010 ihr Debüt am THEATER BONN.

Besetzung

Inszenierung: Franziska Marie Gramss
Ausstattung: Judith Philipp
Musik: Gregor Schwellenbach
Licht: Lothar Krüger
Dramaturgie: Christopher Hanf


Mit: Konstantin Lindhorst, Anastasia Gubareva, Wolfgang Rüter
Klavierspieler: Gregor Schwellenbach