Familienoper:
HÄNSEL UND GRETEL

von Engelbert Humperdinck

Märchenspiel in drei Bildern
Dichtung von Adelheid Wette

 

Frei nach den Gebrüdern Grimm erzählt die Oper vom bettelarmen Geschwisterpaar Hänsel und Gretel, das sich beim Beerensammeln verirrt, immer tiefer in den Wald und schließlich in die Fänge der bösen Knusperhexe gerät. Mit List gelingt es den beiden, sich aus dem Zauberbann der Hexe zu befreien, sie in den Ofen zu stürzen und die vielen verzauberten Pfefferkuchenkinder zu erlösen.

 

Die poetische und märchenhafte Inszenierung von Franziska Severin gehört zu den absoluten
Publikumslieblingen

 

Unter http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2009/11/07/lokalzeit_bonn.xml?offset=445&autoPlay=true ist ein Filmbeitrag der Lokalzeit Bonn über das 40-jährige Theaterjubiläum von Gerti Kunze zu sehen, die als Baum im Märchenwald eine stumme, aber wichtige Rolle für HÄNSEL UND GRETEL spielt.

Besetzung

Musikalische Leitung: Stefan Blunier (13.12./16h.) / Christopher Sprenger
Inszenierung: Franziska Severin
Bühne und Kostüme: Poppi Ranchetti
Einstudierung des Kinderchores: Ekaterina Klewitz


Hänsel: Anjara I. Bartz (26.12.) / Susanne Blattert (13.12.)
Gretel: Bitterlich (13.12./11h) / Julia Kamenik (13.12./16h; 26.12.)
Mutter: Asta Zubaite
Vater: Mark Morouse (13.12./16h; 26.12.) / Lee Poulis (13.12./11h)
Hexe: Daniela Denschlag (13.12.) / Mark Rosenthal (26.12.)
Sandmännchen/Taumännchen: Vardeni Davidian


Kinderchor des THEATER BONN
Statisterie des THEATER BONN
Beethoven Orchester Bonn


 


Änderungen vorbehalten.

Kritiken

General-Anzeiger vom 03./04. November 2007

Knusperhexe mit Lust am Spiel

OPER "Hänsel und Gretel" wiederaufgenommen

 

Eigentlich hatte Gian-Carlo del Monaco seinerzeit selbst Regie führen wollen bei Humperdincks Märchenspiel "Hänsel und Gretel", überließ die Arbeit dann kurzfristig seiner Assistentin Franziska Severin. Die inszenierte mehr oder weniger brav an der Vorlage entlang, was dazu führte, dass die inzwischen zwölf Jahre alte Produktion ein Eigenleben außerhalb der Aboreihen zu führen begann und mit einer Regelmäßigkeit - pünktlich zur Vorweihnachtszeit - reanimiert werden kann.

Somit verfügt die Bonner Oper zumindest über ein Werk des klassischen Repertoires, das dazu genutzt werden könnte, einem jungen Publikum die Faszination Musiktheater nahezubringen. Vielleicht klappt's ja in diesem Jahr, die Publikumsnachfrage bei der Wiederaufnahme hat jedenfalls noch Potenzial. Das verwundert, denn die Produktion darf als rundum solide bezeichnet werden. Mark Daniel Hirsch hat Severins Inszenierung noch weiter geglättet, kindgerechter angelegt, mit noch deutlicheren Reminiszenzen an die Märchen der Gebrüder Grimm: eine Oper für kleine und dennoch auch für große Leute, denn die Potenzen der Musik werden durch Thomas Wise am Pult des Beethoven Orchesters glänzend ausgelotet; dabei wird Humperdincks nicht nur "waldwebender" Wagner-Verehrung Rechnung getragen.

Vor allem aber wird im Orchester sängerfreundlich "geatmet". Das kommt natürlich dem quicklebendigen Protagonisten-Paar, Anjara I. Bartz, die die Rolle des Hänsel bereits bei der Premiere 1995 verkörpert hat, und Julia Kamenik als Gretel zugute, die sich beide ganz auf den Wohlklang ihrer Duette konzentrieren können und nicht nur wegen ihres lyrischen Timbres glänzend miteinander harmonieren. Auch Mark Morouse gestaltet seinen Peter mit lyrischem Farbenspektrum, wohingegen die Gertrud der Svetlana Shilova ein wenig eindimensional gerät.

Mark Rosenthal gibt eine (auch stimmlich) spielfreudige Knusperhexe, Vardeni Davidian pariert die Höhen von Sand- und Traummännchen sehr akkurat. Besondere Freude bereitet der Kinderchor (Einstudierung Ekaterina Klewitz).

 

Autor: Fritz Herzog

Fragen und Kommentare zum Stück

Frage/Kommentar:

Gibt es Kinderkarten güstiger?

Antwort:

Kinder und Jugendliche erhalten einen Rabatt von 50 %.

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Ab welchem Alter ist die Oper für Kinder geeignet?

Antwort:

Man kann HÄNSEL UND GRETEL mit Kindern ab sechs Jahren besuchen. Die Oper dauert zweieinhalb Stunden mit einer Pause, solange sollte ein Kind auf seinem Platz sitzen können.

Frage/Kommentar:

Wird die Oper auch im Januar und Februar noch aufgeführt?

Antwort:

Nein, die Aufführungstermine sind 24.10.09; 6.11.09; 13.12.09; 26.12.09´. Mit Dank und vielen Grüssen, THEATER BONN

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