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JUGEND OHNE GOTT

Schauspielhaus

nach Ödön von Horváth
ein Theaterprojekt mit SchülerInnen und Schauspielern des Ensembles
Regie Dominic Friedel

Theater macht Schule, Schule macht Theater! In einer ungewöhnlichen Inszenierung werden SchauspielerInnen des Ensembles und SchülerInnen aus Bonn gemeinsam auf der Bühne des Schauspielhauses stehen. Alle Mitwirkenden kommen aus unterschiedlichen Schulen und Institutionen, die sich für eine langfristige Kooperation mit dem Theater Bonn zusammenschließen sollen. Sie werden sich in diesem szenischen Experiment mit Ödön von Horváths 1937 erschienenem Roman JUGEND OHNE GOTT auseinandersetzen, in dem es um die Lage der damals jungen Generation geht. Die Beschäftigung mit dem literarischen Stoff wird in vorbereitenden Workshops beginnen und in eine intensive gemeinsame Probenphase mit allen Beteiligten münden, in der auch die Theaterfassung erarbeitet wird.

Ziel aller Anstrengungen – und deren Lohn – ist eine Aufführung, die ab Frühjahr 2019 im Repertoire des Schauspielhauses zu sehen sein wird. Horváths Text hat bis heute nicht an Aktualität und Brisanz verloren. Er zeichnet das Bild einer orientierungslosen, verrohten und dabei hilflos alleingelassenen Jugend im Spannungsfeld von Zivilcourage und Mitläufertum, Empathie und Gefühllosigkeit: Es geht um einen Lehrer, der seine Schüler nicht für fremdenfeindliche Äußerungen kritisieren kann, ohne seine Anstellung zu riskieren. Es geht um Eltern, die ihren Kindern diese Feindseligkeit einimpfen. Es geht um ein politisches System, das den Eltern dieser Kinder mit Sanktionen droht, würden sie diese nicht nach propagandistischen Richtlinien erziehen. Und um Schüler, die über die Auslöschung eigener Überzeugungen, Moral und Werte kalt und empfindungslos werden und zwischen Wahrheit und Lüge, Gut und Böse nicht mehr unterscheiden können.

Ist das eine Albtraumvorstellung aus grauen Vorzeiten, ein düsteres Zukunftsbild oder vielleicht schon Realität der Gegenwart? Dieser Frage wollen wir zusammen mit jungen, engagierten Menschen in dieser theatralen Erkundung nachgehen.

Dominic Friedel arbeitete als Hausregisseur am Nationaltheater Mannheim. Er inszeniert u. a. am Schauspiel Stuttgart, am Konzert Theater Bern und am Schauspielhaus Graz. Dem Bonner Publikum ist Dominic Friedel u. a. durch Philipp Löhles DER WIND MACHT DAS FÄHNCHEN bekannt.

lesBAR

Während der insgesamt viermonatigen Workshop- und Probenphase sind sehr viele Texte entstanden, die bei der Entwicklung des fertigen Bühnenstücks eine Grundlage bildeten. Eine Vielzahl dieser ist hier lesBAR.

Gedanken hinter den Rollen | Download [10 MB]

Trailer

Besetzung

Es spielen

Sören Wunderlich, Christian Czeremnych, Hannah Marie Bahlo, Simon Alexander Hauck, Nico Helbling, Pia Heldmann, Laura Janik, Darina Kassner, Mieke Kleemann, Emma Klein, Hanna Münz, Thea Nünning, Anna Theresa Rickel, Frederic Röhr, Louisa Sophia Schnitzler, Lea Schümann, Mia-Josephine Semper, Ayano Shevlin, Leander Sparla

RegieDominic Friedel
BühneJulian Marbach
Theaterpädagogische Mitarbeit Susanne Röskens
KostümeMaria Strauch
LichtSirko Lamprecht
DramaturgieCarmen Wolfram
RegieassistenzMax Schaufuß / Frederik Werth /
Emanuel Tandler [bis 31.03.]
AusstattungsassistenzSophie Gehrke
InspizienzMaurice Höchst
SoufflageKerstin Heim
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