Oper

Monatsspielplan

FREITAGSKONZERT 8

Freiheit

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06 Jul 20:00 H
Opernhaus

Zwischen alle Stühle setzen wir uns mit jedem der drei Stücke des Abends: Charles Ives schrieb eine Sinfonie über die Feiertage New Englands und sagte dennoch: »Zum Teufel mit der Sinfonie!«. Kurt Weill befand sich zwischen Alter und Neuer Welt, als er, auf der Flucht vor den Nazis, seine zweite Sinfonie schrieb, in der er versuchte, einer scheinbar toten Gattung neues Leben einzuhauchen. Und Ludwig van Beethoven schrieb mit Egmont eine Schauspielmusik, die in Teilen so dramatisch und sinfonisch ist, dass sie auf der Bühne die Vorlage beinahe erdrückt.
 
Alle drei Komponisten hinterfragen und durchbrechen althergebrachte Formen, sie schaffen Verbindungen zum Leben, zum Alltag. Wichtiger als Perfektion und Geschlossenheit ist ihnen Authentizität und Freiheit des Ausdrucks. Auch inhaltlich sorgt das Thema des Abends für Zweifel und Fragen: »Freiheit!« – dafür kämpften im amerikanischen Bürgerkrieg Menschen auf beiden Seiten in der Überzeugung, das Richtige zu tun. Dafür begehrten die Geusen gegen die Spanier auf: Im Achtzigjährigen Krieg starben um 1600 Tausende für die Freiheit der Niederlande. Wo und wann aber ist Blutvergießen gerechtfertigt? Die Hauptperson von Goethes Drama Egmont ist sich da zumindest zu Beginn nicht sicher.
 
Wir bieten mit unseren Texten zu Beethovens Schauspielmusik unsere eigene Sicht zu Beethovens Schauspielmusik unsere eigene Sicht auf das Thema Freiheit an.

Besetzung

Charles Ives   1874—1954
Decoration Day aus: 
Holidays Symphony
+
Kurt Weill   1900—1950
Sinfonie Nr.2 
in drei Sätzen für Orchester
+
Ludwig van Beethoven   1770—1827
Schauspielmusik zu 
Johann Wolfgang Goethes Trauerspiel Egmont op.?84 
(Texte nach J.W. von Goethe) 
 
 
Matthias Brandt als Sprecher
Olga Bezsmertna, Sopran
Beethoven Orchester Bonn
Dirk Kaftan als Dirigent
 
 
19.15 H 
Konzerteinführung 
Dirk Kaftan

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