Oper

Monatsspielplan

DIE SACHE MAKROPULOS

Věc Makropulos

Opernhaus

LEOŠ JANÁČEK (1854 –1928)

Oper in drei Akten nach der gleichnamigen Komödie von Karel Čapek
Dichtung vom Komponisten
– In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln –
In Kooperation mit der English National Opera, London 

Die Opernsängerin Emilia Marty ist ein Star der Gegenwart (im Stück zugrundegelegt 1922) – aber geboren wurde sie 1566, nachdem ihr Vater, ein Alchemist, im Auftrag des Kaisers die Formel für das unendlich lange Leben gefunden hatte. Seit Elina Makropulos auf die Welt gekommen ist, hat sie unter verschiedenen Namen leben müssen (u. a. Eliane MacGregor, Elsa Müller, Ekaterina Myschkin), immer gezwungen, sich in der um sie herum jeweils absterbenden Epoche neu finden und erfinden zu müssen. Vom Schicksal vor die Wahl gestellt, erneut die Identität zu wechseln, entschließt sie sich nach 356 Jahren Beteiligung am Treiben der Welt zum Verzicht und stellt sich freiwillig dem Tod.

Leoš Janáček selbst bezeichnete DIE SACHE MAKROPULOS als „moderne historische Oper“, was angesichts der unverkennbaren Züge des Phantastischen, die das Werk aufweist, nicht ganz nachvollziehbar ist. Er schrieb die Oper unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg und verarbeitet das große Sterben der Zeit mit dieser auf faszinierende Weise Klang gewordenen Grübelei über die Unsterblichkeit. Neben JENŮFA, KÁŤA KABANOVÁ und dem SCHLAUEN FÜCHSLEIN ist DIE SACHE MAKROPULOS mittlerweile eine von Janáčeks meistgespielten Opern weltweit geworden, nicht zuletzt wohl Folge des mit geschicktesten Mitteln verarbeiteten phantastischen Sujets.

Bereits seit drei Jahrzehnten arbeitet Christopher Alden an Opernhäusern in Europa, aber auch in Kanada und den USA. So inszenierte er beispielsweise in New York, Sydney, Toronto, Melbourne und erarbeitete mit Gustavo Dudamel als Musikalischem Leiter einen vielbeachteten Zyklus mit Mozarts Da Ponte- Opern in Los Angeles. Seit seinem Europa-Debüt 1980 in Basel mit Mozarts DON GIOVANNI waren seine spannungsgeladenen Inszenierungen auch an der Opéra Comique in Paris, an der English National Opera London und an der Deutschen Oper Berlin zu sehen.

 

Einführungsmatinee
OPERNFOYER | SO, 17. MÄRZ 2019, 11 UHR
Moderation: Michael Struck-Schloen, Autor und Musikjournalist

 … und außerdem …
LEOŠ JANÁČEK: ZÁPISNÍK ZMIZELÉHO (TAGEBUCH EINES VERSCHOLLENEN)
OPERNFOYER | MO, 6. MAI 2019, 19.30 UHR 

Besetzung

Emilia Marty

Yannick-Muriel Noah

Jaroslav Prus

Ivan Krutikov

Janek

David Lee

Albert Gregor

Thomas Piffka

Hauk-Sendorf

Johannes Mertes

Dr Kolenatý

Martin Tzonev

Vítek

Christian Georg

Krista Kathrin Leidig

Komorná (Kammerzofe)

Susanne Blattert

Strojník (Maschinist) Miljan Milovic

Poklízečka (Putzfrau)

Anjara I. Bartz

 

 

Chor des Theater Bonn

 

Statisterie des Theater Bonn

Beethoven Orchester Bonn

 

 

 

Musikalische Leitung

Hermes Helfricht

Regie

Christopher Alden

Bühne

Charles Edwards

Kostüme

Sue Willmington

Licht

Adam Silverman

Lichteinrichtung Bonn

Andy Cutbush

Choreinstudierung

Marco Medved



Regiemitarbeit Nina Brazier
Regieassistenz und Abendspielleitung Mark Daniel Hirsch
Regiehospitanz Johanna Brodmann

Musikalische Assistenz/Studienleitung

Julia Strelchenko

Korrepetition

Igor Horvat, Miho Mach

Bühnenbildassistenz

Ansgar Baradoy

Kostümassistenz

Marina Rosenstein

Inspizienz

Karsten Sandleben

Sprachcoach

Šárka Grondžel

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