Oper

Ensemble

Philipp Kochheim

Philipp Kochheim

Produktionen

2016/2017

TOSCA

Philipp Kochheim begann mit 7 Jahren, Klavier zu spielen. Als Jugendlicher besuchte er Inszenierungen von Peter Zadek, die sein Interesse am Theater weckten. Er studierte in München Kunstgeschichte, mit den Nebenfächern Neuere Deutsche Literatur und Theaterwissenschaften. In der Spielzeit 1992/93 besuchte er eine Aufführung von Verdis MASKENBALL und wandte danach seine Aufmerksamkeit verstärkt dem Musiktheater zu. Bei einer Hospitation am Theater Augsburg lernte er John Dew kennen und begleitete ihn gelegentlich als Assistent an die Wiener Staatsoper. 1995 schloss Kochheim das Studium mit dem Magister Artium ab und arbeitete anschließend fünf Jahre lang als Dews Assistent am Theater Dortmund.

Ab 1997 wurde Kochheim durch eigene Inszenierungen und Bühnenbilder bekannt, zunächst während seiner Assistenz in Dortmund, wo er unter anderem Gogols TAGEBUCH EINES WAHNSINNIGEN inszenierte. 2001 leitete er die Uraufführung von Erkki-Sven Tüürs Holocaust-Oper WALLENBERG am Dortmunder Opernhaus. Danach arbeitete er als freier Regisseur an verschiedenen Häusern. So inszenierte er 2003 am Staatstheater Oldenburg und am Heidelberger Theater. Mediale Aufmerksamkeit erregte Kochheims Versuch im darauffolgenden Jahr, das Stück WARTEN AUF GODOT an der Landesbühne Niedersachsen Nord mit zwei Frauen zu besetzen. Der S. Fischer Verlag verbot die Aufführung entsprechend der Vorgabe des Autors Samuel Beckett, der nur Männer in den vier Rollen wünschte.

2004 holte Intendant John Dew Kochheim als Oberspielleiter an die Oper am Staatstheater Darmstadt. Anschließend arbeitete er unter anderem 2009 am Staatstheater Kassel, 2010 am Theater Gera und seit 2011 am Theater Chemnitz, wo er Otto Nicolais Oper DIE HEIMKEHR DES VERBANNTEN zur Aufführung brachte. Seit 2009 inszeniert Kochheim neben klassischen Theaterstücken auch Musicals wie HAIR, WEST SIDE STORY und EVITA. Seit März 2013 ist er als Operndirektor am Staatstheater Braunschweig engagiert.

2003 erhielt Kochheim den Dr.-Otto-Kasten-Preis als bester Nachwuchsregisseur. 2004 wurde er mit dem Götz-Friedrich-Preis für seine Heidelberger Inszenierung von Wagners TANNHÄUSER ausgezeichnet. 2013 gewann er den Rolf-Mares-Preis in der Kategorie Herausragende Inszenierung/Aufführung für die Aufführung von LAUTER VERRÜCKTE  in der Hamburger Kammeroper. 

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