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MAX MOOR & DAS THEATER BONN

Seit drei Spielzeiten moderiert er MAX MOOR & DIE KUNST, unsere Kooperation mit der Bundeskunsthalle. Und seit November steht er auch noch regelmäßig bei der Romanadaption von Juli Zehs UNTERLEUTEN auf der Bühne der Kammerspiele vor ausverkauftem Haus. Zeit, den Spieß mal umzudrehen: Wir haben Moderator Max Moor interviewt.

Was bleibt eigentlich hängen von deiner Zeit in Bonn und bei uns am Theater?

„Ich habe auf Bonn immer noch die Sicht eines Reisenden. Das heißt, ich kenne von Bonn die Straßen, die ich benutzt habe, um zu den Proben von UNTERLEUTEN zu fahren und von der Probe wieder nach Hause zu fahren – und die waren auch nicht anders als in Brandenburg. Bei den Vorstellungen und Diskussionsveranstaltungen ist es das gleiche. Ich glaube, um eine Stadt richtig kennenzulernen, musst du tatsächlich darin wohnen.“

Wie ist es denn überhaupt zur Zusammenarbeit mit dem THEATER BONN gekommen?

„Nicola Bramkamp habe ich kennengelernt als eine unglaublich engagierte Frau, die versucht im Theater nicht nur das Vorhandene zu erfüllen, sondern immer neue Ideen zu haben. Sie ist permanent auf der Suche nach der Sinnhaftigkeit von Theater. Was kann man außerhalb des normalen Vorstellungsbetriebs noch machen? So ist unter anderem das Diskussionsformat MAX MOOR & DIE KUNST mit der Bundeskunsthalle entstanden. Und dann hat sie mich gefragt, ob ich die Rolle des Grombowski in UNTERLEUTEN übernehmen möchte.“

Wie war deine Erwartung an die Probenzeit?

„Ich war eher darauf gefasst, dass es schwierig wird. Ich kam ja von außen und habe direkt eine schöne Rolle bekommen, die vielleicht der eine oder andere im Ensemble auch gern gehabt hätte. Da habe ich mich innerlich darauf eingestellt, dass jetzt nicht der Jubel ausbricht. In den Proben war ich dann aber wirklich positiv überrascht über extrem kollegiales Verhalten und eine sehr, sehr schöne Zusammenarbeit. Das weiß ich jetzt schon, dass ich das vermissen werde. Die letzte Vorstellung im Sommer wird bei mir sehr melancholisch.“

Und das Bonner Publikum?

„Ich bin positiv erstaunt über den Erfolg von UNTERLEUTEN und ich habe das Gefühl, dass wir ein wirklich lebendiges Publikum da drin haben. Bei den Diskussionsveranstaltungen bemerke ich außerdem immer eine gute Mischung von sehr jungen und gesellschaftspolitisch engagierten Menschen bis hin zu den Leuten, die wahrscheinlich eher Abonnement-Publikum sind und sich aus Interesse auch mal so eine Diskussion angucken. Wenn ich mich da an meine frühere Theaterzeit erinnere – da saßen die Zuschauer oft unter dem Motto drin ‚Jetzt müsst ihr euch aber anstrengen, weil ich eigentlich nur da bin um euch eine letzte Chance zu geben.‘ Diesen Eindruck habe ich vom Bonner Publikum nicht. Ich habe das Gefühl, die, die hinkommen mögen ihr Theater.“

 

Die nächste Ausgabe von MAX MOOR & DIE KUNST gibt es am Donnerstag, 15. Februar 2018, in den Kammerspielen des THEATER BONN. Thema ist die Kunst der lebenswerten Stadt. Mehr Infos gibt es HIER.

Mehr Informationen zu UNTERLEUTEN mit Max Moor gibt es HIER.

Das Gespräch führte Michaela Predeick.

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