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Jugendarbeit on Tour

Im Frühjahr ist der Theatercontainer wieder auf Tour. Darin gespielt wir Cornelia Funkes Kinderbuchklassiker IGRAINE OHNEFURCHT. Dahinter steckt eine geniale Idee der Theaterpädagogik des THEATER BONN.

Knapp 380 Kilometer legt der Theatercontainer allein in der Spielzeit 2016/2017 zurück. Gespielt wird auf der kleinsten Bühne des THEATER BONN nicht nur am Opern-Vorplatz, sondern auch bei insgesamt 52 Gastspielen. „Wir gehen mit dem Container direkt an die Schulen“, erklärt Angela Merl, Leiterin der Sparte 4. „So begeistern wir ein Publikum, das sonst vielleicht niemals ins Theater gehen würde.“

Feuerwerk an Theatermitteln

Aktuell läuft in dem mit Tonanlage und Beleuchtung hoch professionell ausgestatteten Container der Kinderbuchklassiker IGRAINE OHNEFURCHT mit einem Feuerwerk an Theatermitteln – von Stabpuppen bis Filmeinspielungen und Livemusik. Knapp 30 qm Pappe, etwa 50 laufende Meter Theaterlatten sind innen verbaut.

„Dadurch, dass der Raum so klein ist, spielen wir das Stück im ganzen Raum. Die Kinder sind also mitten in der Geschichte“, erzählt Merl von den stets begeisterten Zuschauern.

Ort der Begegnung

Rund um das Stück werden nach dem Schauspiel-Spektakel außerdem Workshops angeboten. Vor dem Container kann auf Bänken und Stühlen über das Theater diskutiert werden. Gerade diese Angebote kommen beim Publikum besonders gut an: „Der Container wird zu einem Ort der Begegnung. Die Leute kommen automatisch, sobald er aufgebaut ist. Sie setzen sich hin, packen ihr Butterbrot aus und reden miteinander über das Erlebte“, so die Theaterpädagogin.

„Gerade durch diese Gastspiele kann Theater überhaupt sichtbar werden im Leben von jungen Schülerinnen und Schülern. So ist Theater präsent und vor Ort und man kommt gar nicht daran vorbei“, sagt Merl über die Bedeutung des Theatercontainers. Kinder, die sich die Fahrt und einen Theaterbesuch sonst vielleicht nicht leisten könnten, haben die Chance auf kulturelle Bildung. Und Menschen, die sonst nie auf die Idee kämen, ins Theater zu gehen, werden durch den lebendigen Ort der Begegnung fürs Theater begeistert.

Angebot für alle

So sei es schon oft passiert, dass Lehrer, die das Stück eigentlich gar nicht gebucht hatten, unbedingt mit ihrer Klasse in eine Vorstellung wollten. Angela Merl: „Dadurch kommt unser Angebot nicht nur den Schülern mit besonders engagierten Lehrern zu Gute, sondern wirklich allen.“ Und so leistet der Theatercontainer genau das, was gute Jugendarbeit und Theaterpädagogik in einem Stadttheater leisten müssen. Mehr Informationen zum Konzept, den Standorten und Aufführungsterminen gibt es HIER.

 

Illustration: Nadine Magner

13. März 2017

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