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Drei Putzfrauen auf der Wekrkstattbühne

Erna, Grete und Mariedl träumen sich bei DIE PRÄSIDENTINNEN aus ihrem trostlosen Umfeld in eine schönere Welt.

Mit DIE PRÄSIDENTINNEN avancierte Werner Schwab 1990 schlagartig zum begehrten Bühnenautor. Das Stück stieß eine geradezu kometenhafte Karriere an, die nur vier Jahre später durch den frühen Tod des gebürtigen Österreichers ein Ende nahm. In seiner parodistisch und zugleich schmerzhaft verdrehten Sprache findet sich hier bereits der unverwechselbare Ton des Autors. Schwab entspinnt in dem Stück ein groteskes Panoptikum aus Bigotterie, sexuellen Fantasien und trotziger Selbstbehauptung:

In einer mit Nippes vollgestopften Kleinstbürgerwohnküche hofft die sparsame Erna auf Enkelkinder, aber ihr Hermann schaut lieber ins Glas, als dass er einen Verkehr hat. Die Grete hingegen war eine Lustige, früher, doch die alten warmen Gefühle erlaubt sie sich nur noch in lebhaften Tagträumen von feschen Tubabläsern. Und Mariedl, die Jüngste, findet höchste Erfüllung darin, in heiligem Entzücken tief in verstopfte Klosettschüsseln zu greifen.

Regie führt ein gefragter Experte für ebenso sinnliche wie kluge Inszenierungen: Robert Gerloff. Nach Assistenzen bei namhaften Regisseuren wie Gosch, Kušej, Pucher und Bachmann führte ihn seine Laufbahn als Regisseur schnell an die großen Häuser, er inszenierte am Residenztheater München, in Essen, Düsseldorf, Basel und am Volkstheater Wien.

 

Premiere ist am Freitag, 6. Oktober 2017 in der Werkstatt des THEATER BONN. Mehr Infos, weitere Aufführungstermine und Eintrittskarten gibt es HIER.

 

 

 

Foto: Thilo Beu

5. Oktober 2017

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