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Das Theater Bonn trauert um Renate Schmitzer

Die Kostümbildnerin Renate Schmitzer ist in der Nacht zum Freitag, 15. März, mit 78 Jahren nach kurzer Krankheit verstorben.

Mit Regisseur Dietrich W. Hilsdorf verband Renate Schmitzer eine kontinuierliche Zusammenarbeit, die sie über 20 Jahre hinweg regelmäßig an das Theater Bonn führte – zuletzt für seine erfolgreichen Inszenierungen von Giuseppe Verdis „Attila“, „Aida“ und Mozarts „Così fan tutte“. „Von ihrer Erfahrung und Professionalität haben wir alle gelernt. Ihr Name verbindet sich mit einigen der größten Erfolge der Bonner Theatergeschichte“, hält Bonner Generalintendant Dr. Bernhard Helmich fest.

An der Deutschen Oper am Rhein war Renate Schmitzer bis vor kurzem tätig: Hier hat sie – im Team mit Dietrich W. Hilsdorf und dem Bühnenbildner Dieter Richter – die Kostüme für Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“, Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ und zuletzt für Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ entworfen. „Jedes ihrer Kostümbilder offenbart einen großen Erfahrungsschatz, enormes Wissen und handwerkliches Können, jedes besticht durch Feinheit und ihr Gefühl für Details“, sagt Generalintendant Christoph Meyer. „Auf äußerst moderne, zeitgemäße Weise gelang es Renate Schmitzer, den Figuren Charakter zu geben und ihre Herkunft, Eigenheit und psychologische Rolle auf der Bühne sichtbar zu machen.“

Renate Schmitzer wurde in Nürnberg geboren und studierte Kostümgestaltung in Köln. Nach festen Engagements an den Theatern Dortmund und Ulm arbeitete sie seit vielen Jahren freiberuflich sowohl im Bereich der Oper als auch für Ballett und Schauspiel. Stationen ihrer beeindruckenden beruflichen Laufbahn waren – neben den beiden Häusern am Rhein – die Theater Bern, Zürich, Genf, Frankfurt, München, Berlin, Wien, Kopenhagen, Paris und London. Sie arbeitete mit Regiegrößen wie John Dew, Juri Lubimow, Peter Mussbach, Giancarlo del Monaco, Augusto Fernandez und Eike Gramss.

Ihrer Familie und ihren Weggefährten sprechen das Theater Bonn und die Deutsche Oper am Rhein ihr tief empfundenes Beileid aus.

Foto: Susanne Diesner

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